Gericht verurteilte notorischen Waffennarr: 349 Handgranaten und Maschinenpistole gefunden
zuletzt aktualisiert: 06.04.2004 - 17:48Berlin (rpo). Zu drei Jahren Haft wurde ein notorischer Waffennarr aus Berlin verurteilt. Die Polizei hatte 349 Handgranaten in seinem Keller gefunden. Jetzt muss der 59-Jährige wegen einem neuen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz eine zusätzliche Gefängnisstrafe absitzen.
Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verurteilte den Feuerwerker und Sprengmeister am Dienstag zu einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis ohne Bewährung, weil in seiner Küche im November 2003 kurz nach seinem Haftantritt eine Maschinenpistole gefunden wurde.
Im März 2003 hatte der Granatenbastler beinahe sein ganzes Haus im Berliner Bezirk Kreuzberg in die Luft gesprengt, als er im Keller wie üblich Handgranaten herstellen wollte. Das Landgericht Berlin verurteilte den Mann im September 2003 zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis. Neben den Handgranaten hatte er 176 Kilogramm Sprengstoff und 54 Schusswaffen in Wohnung und Keller gehortet, darunter auch zwei Maschinenpistolen.
Die dritte, im November 2003 gefundene Maschinenpistole in der Küche sei von der Polizei bei einer früheren Wohnungsdurchsuchung vergessen worden, die Beamten hätten "schlampig" gearbeitet, sagte der Feuerwerker. Das Amtsgericht Tiergarten nahm ihm diese Darstellung jedoch nicht ab. Bereits zu DDR-Zeiten war der Granatenbastler wegen ähnlicher Straftaten zu mehrjähriger Haft verurteilt worden.
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