NRW: 35 Verletzte nach Busunglück bei Meckenheim
zuletzt aktualisiert: 04.07.2005 - 18:41Bonn (rpo). Schlimmes Ende einer Kaffeefahrt: Am Autobahnkreuz Meckenheim sind bei einem Busunglück 34 meist ältere Menschen sowie der Busfahrer teilweise schwer verletzt. Frühere Berichte waren von mehr Verletzten ausgegangen. Für keinen der Verletzten besteht aber Lebensgefahr, wie die Bezirksregierung Köln und die Autobahnpolizei mitteilten.
Der Bus eines Reiseunternehmens aus Espelkamp/Minden war nach ersten Erkenntnissen von der A 565 aus Richtung Bonn kommend auf die A 61 in Richtung Koblenz aufgefahren. Aus bislang unbekannten Gründen geriet das Fahrzeug auf den seitlichen Grünstreifen und kippte auf die rechte Seite. Dabei wurde der 52-jährige Busfahrer hinter dem Lenkrad eingeklemmt. Er wurde nach seiner Bergung zur weiteren Versorgung in die Uni-Klinik Bonn geflogen und war zunächst nicht ansprechbar.
Bei den Passagieren handelt es sich ersten Angaben zufolge um Senioren, die am Morgen von Wipperfürth aus zu einer Kaffeefahrt nach Koblenz aufgebrochen waren. Viele der Insassen standen unter Schock. Lebensgefahr bestand aber in keinem Fall.
Für den Rettungsdienst des Rhein-Sieg-Kreises wurde Großalarm ausgelöst. So waren 22 Krankenwagen, elf Notärzte und drei Rettungshubschrauber im Einsatz. Zur Unterstützung wurden auch Feuerwehrkräfte aus Köln und Bonn angefordert.
Zur Unfallursache konnten zunächst keine Angaben gemacht werden. Möglich seien ein Fahrfehler ebenso wie ein technischer Defekt, erklärte die Autobahnpolizei. Näheres sollen die Vernehmungen von Fahrer und Passagieren ergeben. An der Unfallstelle gaben einige Fahrgäste an, der Fahrer habe auf sie einen müden und erschöpften Eindruck gemacht.
Für die Dauer der Bergungsarbeiten blieb im Autobahnkreuz Meckenheim die Tangente in Richtung Koblenz gesperrt.
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