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Etwa 5000 Anwohner evakuiert: 500-Kilo-Bombe in Berlin gesprengt

zuletzt aktualisiert: 16.07.2008 - 06:31

Berlin (RPO). In Berlins Stadtteil Wilmersdorf hat der Fund einer 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg für eine unruhige Nacht gesorgt. Nach der Evakuierung von rund 5000 Berlinern haben Spezialisten der Polizei am Mittwoch die Fliegerbombe kontrolliert gesprengt.

Es habe bei der Entschärfung keine Probleme gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Bombe verfügte über einen komplizierten chemischen Langzeitzünder, der gezielt gesprengt wurde. Die Anwohner können nun nach und nach wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Für die Dauer der Aktion war ein Teil der Stadtautobahn gesperrt worden. S- und U-Bahn-Verkehr waren ebenfalls unterbrochen. Mehrere Tausend Menschen mussten nach Polizeiangaben ihre Wohnungen vorübergehend verlassen.

Die Fliegerbombe war am Dienstnachmittag bei Ausschachtungsarbeiten gefunden worden. Sie lag zwischen Bürgersteig und Eingangstür eines Hauses in der Mecklenburgischen Straße 92.

Die Vorarbeiten für die Entschärfung der Bombe dauerten bis zum Morgen. Seit Dienstagnachmittag waren Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte im Großeinsatz. Der Fundort wurde weiträumig abgesperrt, um 22 Uhr begannen die Evakuierungen, die nach Polizeiangaben gegen 3 Uhr weitgehend abgeschlossen waren.

Zur Vorbereitung auf die Entschärfung der Bombe wurde der S-Bahn-Verkehr rund um die Fundstelle eingestellt. Auch die Stadtautobahn zwischen Koblenzer Straße und Bundesplatz wurde gesperrt. Die Sperrung wurde zeitweise wieder aufgehoben, erfolgte aber zur Entschärfung des Zündsatzes erneut. Die Anwohner wurden in Notunterkünften in vier Grundschulen und im Stadion Wilmersdorf betreut.

Polizeiexperten wollten die Bombe zunächst am Fundort unschädlich machen. Am Abend entschlossen sie sich jedoch, den Blindgänger mit einem Spezialfahrzeug in den nahe gelegenen Volkspark Wilmersdorf zu bringen. Die zunächst vorgesehene Evakuierung eines Krankenhauses konnte damit vermieden werden. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren mit rund 400 Kräften im Einsatz. Alarmiert worden waren auch Spezialisten der Gasag und der Berliner Wasserbetriebe.

Quelle: afp

 
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