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1. Mai in Hamburg bleibt nicht friedlich: 6600 Demonstranten gegen rechts

zuletzt aktualisiert: 01.05.2008 - 14:06

Hamburg (RPO). Der rechte Aufmarsch in Hamburg-Barmbek ist wie erwartet auf zahlreiche Gegendemonstranten getroffen. Den etwa 500 Anhängern der NPD und anderer rechtsextremer Gruppen aus ganz Deutschland standen rund 6.600 Gegner des rechten Gedankenguts gegenüber. Das lief nicht gewaltfrei ab.

Ein Feuerwehrmann steht am 1. Mai vor einem brennenden Reifenlager in Hamburg. Am Rande einer Gegendemonstration gegen einen rechten Aufmarsch kam es immer wieder zu Ausschreitungen.  Foto: AP, AP
Ein Feuerwehrmann steht am 1. Mai vor einem brennenden Reifenlager in Hamburg. Am Rande einer Gegendemonstration gegen einen rechten Aufmarsch kam es immer wieder zu Ausschreitungen. Foto: AP, AP

Am Rande der Gegendemonstration gab es nach Augenzeugenberichten immer wieder Rangeleien zwischen Polizei und Mitgliedern des linken Spektrums. Müllcontainer wurden in Brand gesteckt, Rauchbomben und Knallkörper gezündet.

Die Einsatzkräfte zogen ein Großaufgebot aus mehreren Bundesländern zusammen, um Ausschreitungen zu verhindern. Mehrere Hundertschaften waren vor Ort, Wasserwerfer standen bereit. Nach Angaben von Augenzeugen wurden einige vermummte Gegendemonstranten von der Polizei eingekesselt. Auch soll ein Reifenlager in Brand geraten sein. Zu dem Protest gegen den NPD-Aufmarsch hatte ein Hamburger "Bündnis gegen Rechts" aufgerufen. Auch aus Berlin waren Demonstranten angereist.

Bereits in der Nacht zum 1. Mai war es im Hamburger Schanzenviertel zu Ausschreitungen gekommen. Laut Polizei wurden vier Randalierer vorübergehend festgenommen und ein Beamter leicht verletzt. Am Abend hatte in der Hansestadt zunächst ein friedlicher Aufzug von rund 950 Personen stattgefunden. Im Anschluss zogen Teilnehmer der Kundgebung randalierend durch das Viertel. Im Bereich des Linken-Szenetreffs "Rote Flora" hatten sie unter anderem Baumaterial auf die Straße gestellt, Steine gegen eine Sparkassenfiliale geworfen und Feuer entzündet. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Gegen Mitternacht beruhigte sich die Lage dann wieder.

Quelle: ap

 
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