Berlin (RPO). Einem Medienbericht zufolge gibt es konkrete Hinweise auf einen bevorstehenden Terroranschlag. Dem Bericht nach bereiteten sich derzeit Attentäter auf die Einreise nach Deutschland vor. Das Innenministerium weist die Meldung jedoch zurück.
Die potenziellen Attentäter bereiteten sich auf eine Einreise nach Deutschland vor oder seien bereits eingetroffen, meldete der Sender RTL am Sonntag unter Berufung auf zuverlässige Kreise.
Das Bundesinnenministerium sieht die Lage dagegen unverändert. "Wir haben keine aktuell neue Situation", sagte ein Sprecher am Sonntag in Berlin. Allerdings seien die Sicherheitsbehörden weiterhin mit den konkreten Gefahrenhinweisen beschäftigt, die vor eineinhalb Wochen bekannt geworden waren.
Innen-Staatssekretär August Hanning sagte RTL, eines der Szenarien für terroristische Anschläge sei es, dass "Leute von außen verschleiert einreisen um Anschläge zu begehen, um dann gleich wieder auszureisen". Auch in Deutschland sei mit Terroranschlägen zu rechnen, sagte er in allgemeiner Form und fügte hinzu: "Alle unsere Bürger können sicher sein, dass wir alles Erdenkliche tun, um diesen Zeitpunkt so lange wie möglich aufzuschieben."
Dass Deutschland grundsätzlich zu den durch Terror gefährdeten Ländern gehört, betont die Bundesregierung seit längerem. Erst vor kurzem aber hatte sie erstmals konkrete Hinweise bestätigt: Am 20. April teilten deutsche und US-Behörden mit, dass sich die Gefährdungslage für US-Einrichtungen in Deutschland verschärft habe. "Dieser Fall beschäftigt uns nach wie vor", sagte der Ministeriumssprecher am Sonntag.
Wegen der erhöhten Terrorgefahr hatten die USA vor eineinhalb Wochen die Sicherheitsmaßnahmen bei ihren diplomatischen Einrichtungen in Deutschland verschärft. Die US-Botschaft empfahl Amerikanern in Deutschland zudem verstärkte Wachsamkeit und erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Die Warnung bezog sich nur auf Deutschland und nicht auf andere Länder Europas. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) bestätigte damals eine "konkrete Gefährdung" für US-Einrichtungen in Deutschland.
Quelle: ap