Frankfurt/Main (RPO). Klares Statement zum Thema Heroinsüchtige: Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, hat sich zur ärztlich kontrollierten Heroinvergabe an Schwerstabhängige bekannt.
Beim Besuch einer Heroinambulanz in Frankfurt am Main sagte die FDP-Politikerin nach Angaben der Stadtverwaltung: "Die Bundesregierung hält an der diamorphingestützten Behandlung fest, sie beobachtet und unterstützt - soweit möglich - weiterhin die aktuellen Maßnahmen zur Umsetzung in die Regelversorgung."
Diamorphyn ist synthetisch hergestelltes Heroin, wie es in Frankfurt und mehreren anderen Großstädten unter ärztlicher Aufsicht an Schwerstabhängige abgegeben wird, die auf herkömmliche Entzugstherapien nicht ansprechen. Dyckmans ließ sich bei dem Besuch von der Frankfurter Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) über die Erfahrungen damit informieren.
Die Drogenbeauftragte sagte, sie gehe davon aus, dass neben den Kommunen mit bereits bestehenden Heroinambulanzen auch in anderen Städten ein medizinisch-therapeutischer Bedarf für die Schaffung solcher Behandlungseinrichtungen bestehe.
Die Frankfurter Stadträtin Rottmann forderte Dyckmans auf, sich intensiv in die Diskussion um die Etablierung der heroingestützten Behandlung für Schwerstabhängige als Kassenleistung einzuschalten. Mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung sei sie sich einig, dass die heroingestützte Behandlung ein wichtiges Modul im Hilfesystem sei.
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Quelle: apd/felt