Klirrende Kälte in Deutschland: Ab Mittwoch droht Eisregen
zuletzt aktualisiert: 26.01.2010 - 12:30Düsseldorf (RP). Der Winter behält Deutschland im Griff: Obwohl sich am Dienstag gelegentlich die Sonne durchsetzen soll, werden selbst in NRW die Temperaturen kaum über null Grad steigen, so der Deutsche Wetterdienst. Am Montagabend froren die Reporter in Berlin vor dem Kanzleramt bei minus 15 Grad.
"Es ist ganz schön kalt hier", rief der bibbernde ARD-Korrespondent Ulrich Deppendorf seiner Kollegin Caren Miosga am Montagabend zum Ende der Live-Schaltung vor das Berliner Kanzleramt zu. Die Wetter-Aussichten versprechen vorerst keinerlei Besserung.
Auch im vergleichsweise milden NRW regiert ganztägig der Frost. Im Bergland erwarten die Meteorologen Dauerfrost bei mäßigem bis leicht böigem Nordostwind. In der Nacht auf Mittwoch sollen die Temperaturen bis auf minus acht Grad sinken, örtlich bis minus zehn Grad. Anschließend soll es neue Schneefälle geben, teils Eisregen. Auch am Donnerstag sei immer wieder mit Regen-, Schneeregen- und Schneeschauern zu rechnen.
Auch für das übrige Deutschland gilt: Die Frostperiode ist so streng und lang wie seit den Achtziger Jahren nicht mehr. Ein Ende ist vorläufig nicht in Sicht. Am Mittwoch bringt Hoch "Eberhard" neue heftige ergiebige Schneefälle, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Schon jetzt ist der Winter laut DWD gemessen am langjährigen Mittel rund 1,5 Grad zu kalt, der Januar allein sogar drei Grad.
Mindestens bis Mitte nächster Woche soll es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes winterlich mit zeitweisem Schneefall und Temperaturen allenfalls im Westen über dem Gefrierpunkt bleiben. Nachts wird es bitterkalt. Stellenweise sind Werte um minus 20 Grad möglich.
Schon am Montag hatte Neuschnee den Verkehr in weiten Teilen des Landes zum Teil erheblich behindert. Bei unzähligen Unfällen auf glatten Straßen kamen am Montag mindestens zwei Menschen ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Auf den Autobahnen gab es riesige Staus, bei der Bahn Verspätungen, im Luftverkehr Annullierungen und im Schiffsverkehr auf Nord- und Ostsee weitere Einschränkungen.
14 obdachlose Männer sind laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe diesen Winter bereits erfroren und damit soviele wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr.
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