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Todesstrafe droht
Journalisten-Verband gegen Auslieferung von Mansur

Ahmed Mansur: Journalisten-Verband gegen Auslieferung des Journalisten
Ahmed Mansur wurde am Samstag in Berlin festgenommen. FOTO: dpa, lof
Berlin. Der Deutsche Journalisten-Verband hält eine Auslieferung des in Berlin festgenommenen Al-Dschasira-Journalisten Ahmed Mansur, dem in seinem Heimatland Ägypten die Todesstrafe droht, für ausgeschlossen.

Zum einen sei fraglich, ob das Verfahren gegen ihn in Ägypten nach fairen rechtsstaatlichen Regeln zustande gekommen ist, sagte der DJV-Vorsitzende Michael Konken dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Zudem müsse Mansur in seiner Heimat die Todesstrafe befürchten. "Schon allein deswegen darf Deutschland den angesehenen Journalisten nicht ausliefern." Die Berliner Justizbehörden und die Bundesregierung müssten jetzt schnellstens klären, auf welcher Grundlage Mansur festgenommen wurde.

Mansur war am Samstag am Flughafen Berlin-Tegel festgenommen worden, als er nach Doha in Katar fliegen wollte. Laut Bundespolizei lag ein internationaler Haftbefehl gegen ihn vor, der vom Bundeskriminalamt ins System eingestellt worden sei.

Mansur selbst bestreitet, dass es einen von Interpol weitergeleiteten internationalen Haftbefehl gebe. Er gehört zu den bekanntesten TV-Journalisten der arabischen Welt. Ein Strafgericht in Kairo hatte ihn 2014 in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er im Frühjahr 2011 an der Folter eines Anwalts in Kairo beteiligt gewesen sein soll, was dieser vehement bestreitet.

(dpa)
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