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Nach Amoklauf
Münchens OB bringt Rucksackverbot bei Oktoberfest ins Gespräch

Amoklauf München: Wird es ein Rucksackverbot beim Oktoberfest geben?
Der Amoklauf in München könnte auch Auswirkungen auf das Oktoberfest haben FOTO: dpa, kne sab sd sja
München . Nach dem Amoklauf von München diskutiert die Politik über Konsequenzen aus der Tat. Neben Computerspielen und Waffenbesitzen rückt auch das Oktoberfest ins Visier.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat ein Rucksackverbot beim Oktoberfest ins Gespräch gebracht. Neben intensiveren Kontrollen von Taschen und Rucksäcken könne vielleicht "sogar über ein Verbot von Rucksäcken" nachgedacht werden, sagte der SPD-Politiker im Bayerischen Rundfunk. "Ich glaube, die Menschen haben für so was Verständnis."

Sowohl der Amokläufer von München als auch der mutmaßliche Täter im mittelfränkischen Ansbach, der eine Bombe gezündet haben soll, waren mit einem Rucksack unterwegs. Im ersten Fall hatte ein 18 Jahre alter Schüler am Freitag im Münchner Olympia-Einkaufszentrum mehrere Menschen erschossen. In seinem Rucksack hatte er noch Hunderte Schuss Munition. Der mutmaßliche Täter von Ansbach hatte den Sprengsatz mit scharfkantigen Metallteilen in seinem Rucksack.

Am Wochenende hatte es schon eine Diskussion über den Umgang mit Waffen gegeben. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) schloss Verschärfungen des Waffenrechts nicht aus, die SPD verlangte mehr Anstrengungen gegen den illegalen Handel im Internet. Forderungen aus der Union nach dem Einsatz der Bundeswehr im Innern bei Terrorlagen stießen bei SPD und Opposition auf Widerspruch. Auch wurde über Computerspiele mit Gewaltdarstellungen diskutiert.

(crwo/AFP/dpa)
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