London mit Einschränkungen freigegeben: Amsterdamer Flughafen Schiphol geschlossen
zuletzt aktualisiert: 17.05.2010 - 11:44London/Langen (RPO). Die Aschewolke aus Island sorgt wieder für Behinderungen des Flugverkehrs: Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol dürfen bis 14 Uhr keine Maschinen starten oder landen. Die Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick konnten ihren Flugebtrieb inzwischen mit Einschränkungen wieder aufnehmen.
Die britische Flugsicherung hob die Sperrung des Luftraums über London zum Teil wieder auf. Die Aschewolke des isländischen Vulkans sei weitergezogen, erklärte die NATS am Montagmorgen. Europas wichtigster Flughafen Heathrow und Gatwick konnten den Betrieb mit Einschränkungen wieder aufnehmen.
Nach Angaben des Düsseldorfer Flughafens wurden am Montag jeweils zwei Flüge von und nach Amsterdam annulliert. Außerdem fielen jeweils ein Flug von und nach Dublin aus. Fünf Maschinen, die in Amsterdam landen sollten, wurden nach Düsseldorf umgeleitet. Auch am Flughafen Weeze fiel ein Flug aus.
In der Nacht hatte es noch geheißen, der gesamte Betrieb in Heathrow müsse bis 8 Uhr ausfallen. Auch der Luftraum über Teilen Irlands und der Niederlande war am Morgen geschlossen. In Deutschland rechnet die Flugsicherung dagegen nach eigenen Angaben nicht mit Beeinträchtigungen in den kommenden Tagen. Der Londoner Flughafen Heathrow war um 2 Uhr nachts deutscher Zeit geschlossen worden.
Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol dürfen bis 14 Uhr deutscher Zeit keine Maschinen starten oder landen. Das teilte wie die Fluggesellschaft KLM auf ihrer Website mit. Bereits seit Sonntagnachmittag sind die Flughäfen in Nordirland, im Norden Englands sowie in Teilen Schottlands betroffen. So durften beispielsweise in Belfast, Manchester und Liverpool keine Maschinen starten oder landen.
In Irland schloss der Flughafen von Dublin am Sonntagabend, er sollte frühestens am Montag um 13 Uhr deutscher Zeit wieder geöffnet werden.
Deutscher Luftraum vorerst nicht betroffen
Der deutsche Luftraum ist von der Aschewolke vorerst nicht betroffen. Die Vulkanasche-Kontamination sei derzeit so gering, dass im Moment und "bis auf weiteres" nicht mit Einschränkungen zu rechnen sei, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) unter Berufung auf den Deutschen Wetterdienst am Montag in Langen mit.
Europaweit hat die neuerliche Aschewolke indes durchaus Auswirkungen. Zwar wird sie sich laut der europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol im Tagesverlauf weiter verflüchtigen. Dennoch rechnete Eurocontrol am Montag wegen der Luftraumsperrungen im Südosten Großbritanniens und den Niederlanden mit rund 1000 Flugausfällen.
Davon betroffen sind wiederum auch deutsche Flughäfen: So fielen am Frankfurter Flughafen mehrere Flüge von und nach Großbritannien und Irland sowie in die und aus den Niederlanden aus. Laut einer Flughafensprecherin wurden insgesamt acht Landungen und fünf Starts gestrichen. Am Hunsrück-Flughafen Frankfurt-Hahn waren zunächst zwei Flüge mit den Zielen Dublin und Edinburgh betroffen.
In Berlin sollten bis zum Montagmittag sechs Flüge annulliert werden. Dabei handelte es sich um einen Flug von Tegel nach Amsterdam und fünf Flüge von Schönefeld nach Nottingham, Dublin, Edinburgh und London.
Im April hatte der isländische Vulkan Eyjafjöll fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt. Die Schließung von hunderten Flughäfen und die Streichung von mehr als 100.000 Flügen lösten damals ein beispielloses Chaos aus, mehr als acht Millionen Reisende saßen fest. Seither kommt es hin und wieder zu Teilsperrungen des Luftraums über Europa. Das Ausmaß der neuen Flugstörungen ist aber weitaus geringer als im April.
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