Mord an Michelle aus Leipzig: Angeklagter entschuldigt sich
zuletzt aktualisiert: 17.08.2009 - 11:10Leipzig (RPO). Der mutmaßliche Mörder der achtjährigen Michelle aus Leipzig hat sich zum Auftakt des Prozesses bei den Angehörigen des Mädchens entschuldigt. Er wolle sich dafür entschuldigen, dass er der Familie Schmerz zugefügt und nicht die Kraft aufgebracht habe, sich früher zu stellen.
Das sagte der beschuldigte Daniel V. am Montag vor der Jugendkammer des Landgerichts Leipzig. Zuvor hatte Staatsanwalt Klaus-Dieter Müller die Anklageschrift verlesen, in der dem 19-Jährigen Vergewaltigung, schwere Körperverletzung und Mord vorgeworfen wird.
Müller schilderte in seinem Vortrag die Vorgänge am 18. August vergangenen Jahres. Am Nachmittag jenes Tages traf der Angeklagte sein späteres Opfer und nahm es unter einem Vorwand mit nach Hause. Dort würgte und schlug er das sich wehrende und strampelnde Mädchen, bevor er sich an dem Kind verging.
Um das Geschehen zu vertuschen, habe er Michelle schließlich erwürgt. Er habe die Leiche zunächst für zwei Tage in einer Abstellkammer abgelegt, bevor er den Körper des Mädchens in einen Teich warf. Die Vernehmung des Angeklagten erfolgte anschließend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Die Suche nach Michelle hatte die Polizei drei Tage lang in Atem gehalten. Nachdem die Leiche des Kindes gefunden worden war, hatte sich eine zeitweise 177 Köpfe umfassende Sonderkommission gebildet. Dennoch dauerte es fast sieben Monate, bis das Verbrechen aufgeklärt werden konnte. Im März diesen Jahres stellte sich Daniel V. der Polizei.
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