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Berlin
Angeklagter verteidigt Geiselnahme in ICE

Berlin: Angeklagter verteidigt Geiselnahme in ICE
David S. gestand die Tat vor Gericht und verteidigte sich zugleich. FOTO: dpa, wk kde
Berlin. Im Prozess um eine Geiselnahme in einem ICE hat der Angeklagte die Tat gestanden und sich zugleich verteidigt.

Er habe zwar sein Ziel nicht erreicht, ein politisches Zeichen zu setzen, aber er halte die Tat für gerechtfertigt, sagte der 24-Jährige am Freitag vor dem Kammergericht Berlin.

Die Anklage wirft dem Mann vor, im November 2014 im ICE von Berlin nach Hamburg den Zugchef mit vorgehaltener Schreckschusspistole gezwungen zu haben, ein Schreiben mit politischen Forderungen an die Bahnführung telefonisch weiterzugeben.

Der Mann gab zu, mit der Waffe auch in einen Sitz geschossen und eine halbe Million Euro gefordert zu haben. Passagiere überwältigten ihn schließlich. Der bereits Vorbestrafte gilt nach einem bisherigen Gutachten als voll schuldfähig. Er wird aber seit Jahren psychiatrisch behandelt.

(dpa)
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