| 12.46 Uhr

Fall Anneli
Mit einem Gurt erdrosselt

Anneli aus Meißen wurde erdrosselt und anschließend verscharrt
FOTO: dpa, abu cul
Dresden. Wann und wie genau kam die 17-jährige Anneli zu Tode? Die Polizei steht mit ihren Ermittlungen noch am Anfang. Einige erschütternde Details ihres Todes sind jedoch schon bekannt. 

Im Fall der entführten und ermordeten 17-jährigen Anneli aus Sachsen werden an diesem Mittwoch weitere Details erwartet. Die Staatsanwaltschaft Dresden will das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung der Leiche mitteilen, die am Montagabend auf einen leerstehenden Hof in Lampersdorf bei Meißen gefunden worden war. Am Dienstag hatten die Ermittler erklärt, dass es sich um die seit Tagen vermisste Unternehmertochter handelt.

Von der Obduktion erwarten sie sich auch Erkenntnisse über den genauen Todeszeitpunkt der Gymnasiastin. Bislang gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass Anneli bereits am Freitag getötet wurde, einen Tag nach ihrer Entführung.

Laut "Bild" haben die Ermittler über Annelis Tod bereits einiges in Erfahrung gebracht. "Im Haftbefehl steht Strangulation mit einem Gurt als Todesursache", zitiert "Bild" Oberstaatsanwalt Erich Wenzlick. Polizeipräsident Dieter Kroll sagte dem Blatt, das Mädchen sei in eine Grube geworfen und mit Sand und Erde bedeckt worden. Ihre Sachen seien verbrannt worden. Sie habe nur noch ihren Schmuck am Leib getragen.

Die Vernehmungen der beiden Tatverdächtigen gehen weiter. "Wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen", sagte Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll am Dienstag.

Fotos: Ermittler bei Pressekonferenz den Tränen nahe FOTO: dpa, abu htf

Ein 61-Jähriger aus Dresden und ein 39-Jähriger aus der Nähe von Bamberg in Bayern sitzen seit Dienstag in Untersuchungshaft. Der Ältere hat ein Teilgeständnis abgelegt. Auch der Hinweis auf den Fundort der Leiche stammte laut Polizei von ihm.

Bei dem anderen Tatverdächtigen handelt es sich nach Informationen von "Bild" um einen hoch verschuldeten Familienvater. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war er bereits aktenkundig, unter anderem wegen Brandstiftung und Versicherungsbetrug sowie wegen eines Sexualdelikts. Seine DNA-Spuren am Fahrrad des Mädchens brachten die Ermittler auf die Spur.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Männer Anneli am Donnerstagabend in ihre Gewalt gebracht, als der Teenager den Familienhund ausführte. Unmittelbar nach der Tat verlangten sie von den Eltern 1,2 Millionen Euro Lösegeld. Eine Geldübergabe scheiterte der Polizei zufolge am dilettantischen Vorgehen der Entführer. 

(dpa)
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