| 18.30 Uhr

Ansbach
IS-Enthauptungsvideo auf Laptop von Attentäter

Bombenanschlag im bayerischen Ansbach
Bombenanschlag im bayerischen Ansbach FOTO: dpa, dka
Hamburg . Im Laufe der Ermittlungen um den mutmaßlich islamistischen Attentäter von Ansbach wurde Medienberichten zufolge auf dessen Computer ein IS-Propagandavideo mit Enthauptungsszenen gespeichert.

Wie der "Spiegel" am Freitag vorab berichtete, fand die Polizei im Zimmer des 27-jährigen Syrers in einer Ansbacher Flüchtlingsunterkunft außerdem Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff sowie Glühbirnen, die sich als Zünder eignen.

Lautsprecherbox wurde zur Bombe

Laut Sicherheitskreisen verbaute er demnach eine kleine Lautsprecherbox für seine Bombe. Den Sprengsatz spickte er dem Bericht zufolge mit Befestigungskrallen aus Metall, wie sie zum Anbringen von Dämmplatten verwendet werden.

Am Sonntagabend hatte sich der syrische Flüchtling vor einem Lokal in Ansbach in die Luft gesprengt und 15 Menschen verletzt. In einem Video bekannte sich der Mann zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Nach bisherigen Erkenntnissen war der Attentäter über ein Handy von außen gesteuert worden.

Berichten zufolge hatte der Attentäter bis kurz vor dem Anschlag mit jemandem im Nahen Osten per Chat kommuniziert. Auch der Würzburger Attentäter, der wenige Tage zuvor in einem Regionalzug und auf der Flucht mit einer Axt fünf Menschen schwer verletzt hatte, soll Kontakt zu jemandem im Nahen Osten gehabt haben. In beiden Fällen gehen die Ermittler von einem islamistischen Hintergrund aus.

(isw/AFP)
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