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Anschlagspläne
Anklage gegen Bundeswehroffizier Franco A. erhoben

Anschlagspläne: Anklage gegen Bundeswehroffizier Franco A. erhoben
Eine deutsche Fahne ist an einem Schießplatz an der Uniform eines Soldaten befestigt (Archivbild). FOTO: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Karlsruhe. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen den Soldaten Franco A. unter anderem wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erhoben. Der Oberleutnant war erst Ende November aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Der 28-Jährige habe "aus einer völkisch-nationalistischen Gesinnung heraus" einen Anschlag auf das Leben hochrangiger Politiker und anderer Personen geplant, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Dabei soller es besonders auf Personen abgesehen haben, die für flüchtlingsfreundliches Engagement bekannt waren. Die Anklage wurde vor dem Oberlandesgericht Frankfurt erhoben. "Der Spiegel" berichtete zuerst darüber.

Den Ermittlungen zufolge wollte er dabei den Verdacht auf Flüchtlinge lenken - und hatte sich daher unter falscher Identität selbst als Asylsuchender aus Syrien registrieren lassen. Obwohl er kein Arabisch spricht, hatte ihm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach einer Anhörung auf Französisch Ende 2016 eingeschränkten Schutz gewährt.

Den Ermittlungen zufolge hatte sich Franco A. Waffen für seine Anschlagspläne verschafft: Insgesamt vier Schusswaffen, über 1000 Schuss Munition sowie mehr als 50 Sprengkörper.

Seit dem 26. April hatte er in Untersuchungshaft gesessen. Am 29. November hob der Bundesgerichtshof den Haftbefehl auf, weil sich aus dem bisherigen Ermittlungsergebnis der dringende Tatverdacht für die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat nicht herleiten lasse.

(laha/ap/dpa/REU)
 
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