Schwangerschaft einer 64-Jährigen: Aschaffenburger Klinik bestreitet Vorwürfe
zuletzt aktualisiert: 03.12.2007 - 09:44Aschaffenburg (RPO). Die Aschaffenburger Frauenklinik hat dementiert, am Zustandekommen der Schwangerschaft einer 64-jährigen Frau beteiligt gewesen zu sein, die dort am Donnerstag ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht hat. "Herr Doktor Elias Karam und die Frauenklinik waren weder direkt noch indirekt am Zustandekommen der Schwangerschaft beteiligt", sagte Klinikleiter Michael Halbach.
Die Patientin habe den Frauenarzt Doktor Karam in der 31. Schwangerschaftswoche aufgesucht und sei von ihm bis zur Entbindung betreut worden.
"Die Frauenklinik enthält sich jeder Bewertung der Motive, die in diesem Fall für die Entscheidung der Patientin und ihres Ehemannes zur Etablierung des Schwangerschaft im bekannten Alter maßgeblich war. Für die Klinikaufnahme war allein der Gesichtspunkt der Geburtshilfe maßgeblich, nicht das Alter der Gebärenden", hieß es in der Mitteilung. Die Geburt sei als Kaiserschnitt ganz normal abgelaufen.
Zu der Frage, in welcher Schwangerschaftswoche das Kind entbunden wurde, wollte die behandelnde Ärztin Anne Keller nur sagen, dass "der nötige Reifegrad des Kindes" erreicht worden sei. Beiden, Mutter und Kind, geht laut Keller sehr gut. Die Patientin selbst wollte sich nach Angaben der Ärztin nicht äußern. Keller vertritt Doktor Karam, der sich zur Zeit nach Angaben der Klinik im Ausland im Urlaub aufhält.
Berichten zufolge war der Frau die Eizelle einer 25-Jährigen eingesetzt worden - allerdings im Ausland, da dies in Deutschland verboten ist. Der Samen stamme vom Ehemann der 64-Jährigen. Den Angaben zufolge war die Mutter bisher kinderlos und hat mehrere Fehlgeburten erlitten.
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