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Nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans: Aschewolken - gefährlich für Triebwerke

VON DANA SCHÜLBE - zuletzt aktualisiert: 15.04.2010 - 14:05

Düsseldorf (RPO). Riesige Aschewolken, die der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull hinterlassen haben, ziehen derzeit über Europa. Auf den Luftverkehr hat das enorme Auswirkungen. Für den Menschen allerdings sind die feinen Partikel sehr wahrscheinlich ungefährlich.

Wie Rainer Wolf, stellvertretender Leiter des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen unserer Redaktion sagte, werden es wahrscheinlich nur sehr feine Partikel sein, die über Deutschland ankommen. Und diese seien für den Menschen ungefährlich. "Bis diese auf die Erde herabgeregnet sind, haben sie nicht mehr eine so große Dichte", erklärt er.

Wolf geht davon aus, dass man bei uns die Aschewolke überhaupt nicht sehen wird. "Ich stelle mir das vor, wie wenn Sand aus der Sahara zu uns herüber weht", sagte er. Dann liege oft eine feine Staubschicht auf Autos oder Straßen, ohne dass man von dem Wind selbst etwas mitbekommen habe.

Wolf vergleicht den Verlauf der Aschewolke mit dem Dreschen von Stroh. Die Körner fallen an Ort und Stelle herunter, die kleineren Teile werden vom Wind verweht. Je weiter die Ascheteile flögen, umso feiner und kleiner sind sie, erklärt der Experte. "Sie sortieren sich nach Größe." Dementsprechend fallen in Island die großen Ascheteile herunter, und je weiter die Wolke getrieben wird, umso feiner werden die Partikel.

Gefährlicher ist der Ascheregen dagegen für die Flugzeuge. Denn die Wolke enthält Mineralien und Salze, die die Turbinen der Flugzeuge beschädigen können. Laut Wolf laufen die Triebwerke zudem so hochtourig, dass auch kleine Partikel sie schädigen können.

Dass bei einem Vulkanausbruch Asche herunterregnet und in die Atmosphäre geschleudert wird, bezeichnet Wolf als normal. Ist dieser extrem stark, dann können darunter sogar ganze Städte verschüttet werden. Als Beispiel nennt er das historische Pompeij. "Hier allerdings wird das nicht passieren." Dafür sei der Ascheregen einfach zu wenig.


 
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