Meteorologen warnen: Auf den Straßen kann es glatt werden
zuletzt aktualisiert: 13.02.2012 - 18:17Berlin (RPO). Auch wenn es wärmer wird, hat der Winter das Land im Griff. Fällt nun Regen auf den tiefgefrorenen Boden, kann es auf den Straßen spiegelglatt werden. Schwer zu kämpfen hat am Montag mehr noch die Schifffahrt.
Auf dem Neckar geht nichts voran: Dickes Eis hindert die Frachter am Weiterkommen. "Derzeit haben wir 55 Schiffe, die die Fahrt einstellen mussten", sagte Jörg Huber vom Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg am Montag. Hier und an zahlreichen anderen deutschen Flüssen sind Eisbrecher im Einsatz.
Auch auf dem Main bremste das Eis die Schiffe. Auf 15 bis 20 Zentimeter schätzte der Schiffsführer Volker Brand auf dem Eisbrecher "von Pechmann" die dicksten Stellen. Erst bei einer 80 bis 90 Zentimeter dicken Eisdecke komme auch er nicht mehr durch. Auf der Mosel ist das Eis derzeit bis zu zwölf Zentimeter dick. Zwei Eisbrecher bahtnen sich seit Montagmorgen den Weg durch den Fluss.
Komplett für die Schifffahrt gesperrt war nach wie vor die Lahn.
Auf dem Rhein herrschte am Montag hingegen weiter relativ freie Fahrt. "Die Schiffe können wasserstandsbedingt natürlich nicht ihre volle Fracht aufnehmen", sagte Hans Lösch vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Karlsruhe. In der Nähe von Emmerich kollidierten im Nebel zwei Frachtschiffe. Es entstanden nur ein paar Rumpfschäden.
Verspätungen am Düsseldorfer Flughafen
Reichlich Schnee packte Nordrhein-Westfalen am Montagmorgen weiß ein - das befürchtete Chaos auf den Straßen blieb aber aus. Allerdings gab es nach Polizeiangaben einige sehr lange Staus auf den Autobahnen. Am Düsseldorfer Flughafen ging am Montagmorgen zeitweilig nichts mehr, bis die Räummannschaften die Bahnen freihatten. Auch auf Brandenburger Autobahnen führten Glätteunfälle mit Lastwagen zu kilometerlangen Staus.
Autofahrer müssen mit Glätte rechnen
Für die nächsten Tage sagte der Deutsche Wetterdienst wärmere Temperaturen, Regen und eher schlechtere Straßenverhältnisse voraus. Auf dem tief gefrorenen Boden sei mit Eisglätte zu rechnen.
Eine schöne Seite konnten unterdessen Menschen in Hamburg dem Winter abgewinnen: Rund 1,1 Millionen Hamburger und Touristen haben nach Schätzungen der Polizei am Wochenende bei der Eisparty auf der zugefrorenen Außenalster gefeiert. Schon für Dienstag warnen Experten jedoch davor, die Alster zu betreten. Ob es am kommenden Wochenende erneut ein offizielles Alstereisvergnügen geben wird, kann frühestens am Mittwoch entschieden werden. "Mit Blick auf das Wetter sieht es aber nicht sehr positiv aus", sagte Frank Krippner von der Hamburger Umweltbehörde.
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