Der Angeklagte Ulrich S., bekannt als Esoterik-Musiker Oliver Shanti, kam in einem weißen Schutzanzug und mit Mundschutz ins Gericht. Der 60-Jährige leidet Gerichtsangaben zufolge an einer ansteckenden Infektion.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem gebürtigen Hamburger vor, zwei Mädchen und vier Jungen in 314 Fällen sexuell missbraucht zu haben. Die Kinder seien zum Tatzeitpunkt zwischen 8 und 16 Jahre alt gewesen.
Der beschuldigte Shanti musste in einem Glaskasten Platz nehmen, weil die Ansteckungsgefahr hoch ist.
Der Angeklagte, der in T-Shirt und mit einem Kreuz an einer Kette um den Hals zur Verhandlung gekommenw ar, bestreitet die Vorwürfe.
Laut Staatsanwaltschaft war Shanti eine Art Guru einer sektenähnlichen Kommune in Bayern und Portugal.
Shanti gab an, in den 60-er Jahren als Hippie gelebt zu haben. In Indien sei er dann zum Musiker ausgebildet worden.
Der Vorwurf des Missbrauchs sei von ehemaligen Weggefährten aufgebracht worden. Sie hätten ihn aus Neid und Hass angezeigt, erklärte der 60-Jährige.
Er erklärte, homosexuell zu sein und sich nur für junge Männer ab 17 Jahren zu interessieren.