Frankfurt: Babyleiche im Bankenviertel gefunden
zuletzt aktualisiert: 12.10.2009 - 16:55Frankfurt/Main (RPO). Grausiger Fund: Mitarbeiter der Stadtreinigung haben am Montag im Frankfurter Bankenviertel die Leiche eines neugeborenen Kindes entdeckt. Der männliche Säugling weise der vorläufigen Obduktion zufolge keine äußeren Verletzungen auf, sagte ein Polizeisprecher.
Die Leiche war am Vormittag in den Büschen an einer abgelegenen Treppe in der Taunusanlage entdeckt worden und in rosafarbene Tücher eingewickelt gewesen. Die Polizei erhofft sich Hinweise von Krankenhäusern oder aus dem Umfeld der Mutter. Die Ermittler gehen zudem der Frage nach, wer Angaben zu einer hochschwangeren Frau machen kann, die in den letzten Tagen eventuell entbunden, aber kein Baby bei sich hat.
Nach ersten Einschätzungen der Polizei könnte es sich um eine verzweifelte Mutter aus dem Drogenmilieu handeln. Das von Drogenabhängigen häufig frequentierte Frankfurter Bahnhofsviertel liegt nur zwei Fußminuten vom Fundort der Babyleiche entfernt. Nähere Hinweise zur Todesursache erhofft sich die Polizei nun von der chemisch-toxikologischen Untersuchung. Dabei soll geklärt werden, ob der Säugling möglicherweise vergiftet wurde oder bereits tot zur Welt gekommen ist.
Im Januar war ein nur wenige Tage alter Säugling in den Toilettenräumen eines Frankfurter Krankenhauses ausgesetzt worden. Eine Putzfrau hatte das Mädchen in einem Waschbecken des Nordwest-Krankenhauses gefunden. Das Mädchen war allerdings in gutem gesundheitlichen Zustand. Die Mutter des Kindes wurde aber bis heute nicht gefunden.
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