Knutsch-Knut: Bald darf sein Pfleger nicht mehr mit ihm spielen
zuletzt aktualisiert: 26.03.2007 - 09:58Berlin (RPO). Seit vielen Wochen kümmert sich Tierpfleger Thomas Dörflein im Berliner Zoo rührend um Eisbärbaby Knutsch-Knut. Er gibt ihm die Flasche, spielt mit dem 16 Wochen alten Bären. In zwei Monaten ist damit Schluss. Knutsch-Knut wird zu gefährlich.
Schon in rund acht Wochen ist der Bär wahrscheinlich zu stark. Sein Pfleger muss gehörig aufpassen, ausgelassenes Tollen ist nicht mehr möglich. Eisbären sind Raubtiere. Später muss Knut dann sogar hinter Gitter.
Der Eisbär werde mit sechs oder sieben Monaten so kräftig sein, dass Kontakt nur noch durch ein schützendes Gitter möglich sein werde, bestätigte Zoologe Heiner Klös am Montag im "ZDF-Morgenmagazin".
Am Wochenende präsentierten die Pfleger ihren mittlerweile neun Kilo schweren Zögling Knut erstmals den Zoo-Besuchern. Über 30.000 Menschen wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen.
Künftig wird der knuddlige schneeweiße Bär täglich von 11.00 bis 13.00 Uhr zu sehen sein. Knut war nach seiner Geburt von seiner Mutter verstoßen und anschließend von einem Pfleger aufgepäppelt worden.
Klös sagte, die emotionale Bindung des Tieres zum Pfleger werde zeitlebens bestehen bleiben. Allerdings wisse man, dass diese Bindung schwächer werde. Der Bären-Kurator wies darauf hin, dass Eisbären Raubtiere seien.
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