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Staatsanwaltschaft Erfurt
Ballstädt-Prozess beginnt mit Anträgen gegen Richter

Ballstädt: Prozess in Erfurt beginnt mit Anträgen gegen Richter
Angeklagte und ihre Verteidiger warten im Landgericht Erfurt auf den Beginn des Prozesses. FOTO: dpa, msc gfh
Erfurt. Nach einem Überfall von mutmaßlich Rechtsextremen auf eine private Feier im thüringischen Ballstädt gab es zum Prozessbeginn am Landgericht Erfurt Befangenheitsanträge. Mehrere Verteidiger der insgesamt 15 Beschuldigten sprachen sich am Mittwoch gegen die Richter aus.

Begründung dafür war unter anderem, dass diese "eine innere Haltung" gegenüber den Angeklagten hätten, die eine unparteiische Verhandlungsführung gefährde. Der erste Prozesstag wurde nach einer zweistündigen Unterbrechung bereits am Mittag beendet. Das Gericht muss nun über die Befangenheitsanträge entscheiden. Ein für nächste Woche geplanter Fortsetzungstermin in dem Verfahren wurde deshalb bereits abgesagt.

Angeklagt sind 14 Männer und eine Frau zwischen 20 und 40 Jahren. Die Staatsanwaltschaft Erfurt wirft ihnen vor, im Februar 2014 eine private Kirmes-Gesellschaft in Ballstädt im Landkreis Gotha überfallen zu haben. Laut Anklage sollen in einigen Fällen mehrere Täter auf ein einzelnes Opfer eingeprügelt haben. Nach Angaben der Anklagevertreter waren bei dem Übergriff zehn Menschen verletzt worden. Ein weiterer mutmaßlicher Täter sei nach wie vor nicht identifiziert worden, sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft. Von ihm kenne man nur seinen Spitznamen.

Die mutmaßlichen Täter sollen aus der rechten Szene stammen. Einige der Männer trugen beim Prozessauftakt T-Shirts mit Slogans wie "Too white for you" (deutsch: "Zu weiß für dich"). Zudem waren einige von ihnen mit zahlreichen Tattoos bedeckt, die szenetypische Symbole zeigen.

(isw/dpa)
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