Keine Gefahr für die Umwelt: BASF leitete giftige Substanz in den Rhein
zuletzt aktualisiert: 17.10.2008 - 18:01Mainz (RPO). Das Chemieunternehmen BASF in Ludwigshafen hat nach Behördenangaben über längere Zeit eine giftige Substanz in den Rhein geleitet. Über das Kühlwassersystem sei Biozid Methylisothiocyanat (MITC) in den Rhein gelangt, teilte das rheinland-pfälzische Umweltministerium mit. Eine akute Gefährdung für die Trinkwassergewinnung sei aber nicht zu erwarten.
Nachdem BASF als Urheber ausgemacht worden sei, habe man die Einleitung des Gifts am Donnerstag gestoppt. Die Ursachenforschung werde fortgesetzt. Das Unternehmen war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Methylisothiocyanat wird laut dem Ministerium als sehr giftig für Wasserorganismen eingestuft. Aufgrund der vorgefundenen Konzentrationen sei aber nicht von einer Schädigung von Organismen auszugehen. An der Messstation in Worms durchgeführte Biotests hätten keine Auffälligkeiten gezeigt.
Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Umwelt wird MITC als Bodenentseuchungsmittel, Bodenbegasungsmittel gegen Insekten und Pilze sowie als Zwischenprodukt zur Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln eingesetzt. Das Landesamt hatte in diesem Fall bereits am 9. Oktober gewarnt. Auch hier hieß es, eine Gefährdung für die Trinkwassergewinnung sei nicht zu erwarten.
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