Zusammenhang mit RAF-Film: Bekennerschreiben nach Farbanschlag auf Aust-Villa
zuletzt aktualisiert: 26.09.2008 - 20:17Hamburg (RPO). Nach dem Farbanschlag auf die Villa des früheren "Spiegel"-Chefredakteurs Stefan Aust ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die unbekannten Verfasser erklären darin, der Grund für den Anschlag sei der Kinostart des RAF-Films "Der Baader-Meinhof-Komplex".
Das teilte die "Hamburger Morgenpost" mit, bei der das Bekennerschreiben einging. "Der Film ist eine Fortschreibung der Verdrehungen und Lügen des Stefan Aust, er visualisiert die von ihm entworfenen psychopathologischen Muster der GenossInnen der RAF wirkungsmächtig", heißt es darin dem Blatt zufolge.
Die Hamburger Polizei bestätigte den Eingang des Schreibens bei der Zeitung, gab aber keine Details bekannt. "Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen laufen noch", sagte eine Sprecherin. Die "Morgenpost" berichtete, der Staatsschutz der Polizei halte das Schreiben für echt.
Unbekannte warfen in der Nacht zum Donnerstag mehrere Beutel und Gläser mit Farbe gegen die Fassade der Hamburger Villa. Verletzt wurde niemand. Der Film, der am Donnerstag in die deutschen Kinos kam, basiert auf Austs gleichnamigem Sachbuch über die Rote-Armee-Fraktion.
Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel drehten auf der Grundlage von Austs Standardwerk einen Spielfilm mit Starbesetzung, der derzeit in vielen Medien diskutiert wird. Der Journalist beriet die Produzenten bei der Erstellung des Drehbuches und präsentiert den Film deutschlandweit.
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