Drama auf der Zugspitze: Bergläufer hätten Schutz gehabt
zuletzt aktualisiert: 14.07.2008 - 11:20Weilheim (RPO). Neue Erkenntnisse im Drama um die beiden auf der Zugspitze umgekommenen Bergläufer: Die Verstorbenen hätte nach Angaben eines Sprechers der Polizeiinspektion Weilheim Schutz suchen können.
Das wäre auf der "Knorrhütte" oder dem "Schneefernerhaus" an der Strecke möglich gewesen, so der Sprecher. Andere Läufer hätten das auch gemacht. Nach Polizeiangaben waren die Sportler während des Laufs auf den Gipfel von Schnee und eisigen Winden überrascht worden. Zwei von ihnen starben an Unterkühlung und Erschöpfung.
"Ein Läufer befindet sich wie im Rausch, der hat nur das Ziel vor Augen und sieht sonst gar nichts mehr", sagte Polizeisprecher Klaus Schürgers. Teilweise hätten Streckenposten Läufer, die unterkühlt und erschöpft aussahen, angesprochen und zum Abbruch überreden müssen. Von alleine hätten viele keine Hilfe gesucht. "Ein Läufer kommt mit so was nicht von alleine heraus", erklärte Schürgers.
Derzeit ermitteln die Staatsanwaltschaft München und Polizei Weilheim gemeinsam, ob es bei dem Berglauf, bei dem sich rund 600 Sportler trotz schlechter Wettervorhersage auf den Weg zum in 2944 Meter liegenden Ziel gemacht hatten, ein Verschulden dritter Personen gebe. Es gebe aber keine Ermittlungen, die sich konkret gegen den Veranstalter richten würden. Mehr als die Hälfte der Läufer erreichten das Ziel nicht.
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