| 17.01 Uhr

Bild "Vaterland"
Antisemitische Schmierereien an East Side Gallery

Berlin: Antisemitische Schmierereien an East Side Gallery
Der Künstler Günther Schaefer restauriert im März an der East Side Gallery in Berlin sein Werk "Vaterland". Das Bild "Vaterland" ist jetzt mit antisemitischen Parolen beschmiert worden. FOTO: dpa, ent htf cul
Berlin. Das Bild "Vaterland" an der Berliner East Side Gallery ist mit antisemitischen Parolen beschmiert worden. Das Mauerbild, das einen Davidstern vor dem Hintergrund der Deutschlandfahne zeigt, sei nun provisorisch abgedeckt, bis die Schmierereien entfernt würden.

Der Staatsschutz ermittele, teilte die Polizei am Samstag mit. Die Schmierereien seien bereits am Freitagnachmittag entdeckt worden. Was genau dort stand, wurde nicht angegeben.

Der Maler des Bildes, Günther Schaefer, sagte der Deutschen Presse-Agentur, er werde die Parolen im Laufe des Samstags übermalen. Zunächst müsse er sich einen Eindruck vom Ausmaß des Schadens machen. Die bemalten Reste der Berliner Mauer sind eine Touristenattraktion.

Schon am Vortag war eine Gruppe junger Juden am Rande der jüdischen Makkabi-Sportwettkämpfe in Berlin antisemitisch angepöbelt worden. Zudem wurden zwei Wachleute vor einem Hotel antisemitisch beleidigt, in dem 2000 jüdische Sportler wohnen. Sie alarmierten die Polizei, die einen Mann arabischer Herkunft festnahm. Die Polizei verstärkte ihre Schutzmaßnahmen und schickte zusätzliches Personal auf Streifen.

Die Frage der Sicherheit spielt bei den seit Dienstag laufenden Makkabi-Spielen eine große Rolle. Erstmals finden die Amateur-Wettkämpfe des jüdischen Sports in Deutschland statt.

(dpa)
 
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