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Bürgerämter
Berlin will Handel mit Behördenterminen eindämmen

Berlin will Handel mit Terminen bei Bürgerämtern eindämmen
Lange Schlangen vor den Bürgerämtern der Hauptstadt ärgern viele Berliner. FOTO: dpa, fis ent
Berlin. Die Wartezeiten in Berliner Bürgerämtern sind ein Aufreger in der Hauptstadt. Drei junge Männer wollten bei der Terminvermittlung nachhelfen. Das will die Regierung verhindern.

Der Berliner Senat will das Geschäft mit Bürgeramtsterminen im Internet eindämmen. "Gegen den Terminhandel an sich kann wegen fehlender Rechtsgrundlagen nicht vorgegangen werden", teilte die Senatsverwaltung für Inneres am Donnerstag mit. "Die Anstrengungen richten sich daher vermehrt auf technische Vorkehrungen zur Unterbindung des Algorithmus."

Drei junge Männer hatten kürzlich wegen langer Wartezeiten einen Internethandel mit Terminen ins Leben gerufen. Eine Software sucht dabei freie Zeitfenster und vermittelt diese gegen Gebühr. Am Donnerstag war die Seite aber stundenlang lahmgelegt.

Jörn Kamphuis, Martin Becker und Mateus Kratz gründeten eine Internetplattform, die das Problem der Terminvergabe lösen sollte. Doch die Regierung will die Plattform lahmlegen. FOTO: dpa, wk tba

Die Senatsverwaltung teilte am selben Tag mit mit, bereits "Gegenmaßnahmen" ergriffen zu haben. "Zum Beispiel werden die Terminbuchungen in gewissen Abständen auf auffällige Eintragungen durchgesehen und entsprechende Termine gelöscht", hieß es. "Bei einer Namensänderung wird der Termin automatisch abgesagt und muss neu gebucht werden. Darüber hinaus haben wir weitere Maßnahmen ergriffen, die nicht öffentlich kommuniziert werden."

(dpa)
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