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Höhepunkt der Gedenkfeiern zum Mauerfall
Berlin staunt über Lichtgrenze - Diebe stahlen Ballons

Die Lichtgrenze entschwebt in den Berliner Himmel
Die Lichtgrenze entschwebt in den Berliner Himmel FOTO: dpa, fux
Berlin. Randalierer und Diebe machten den Veranstaltern der Gedenkfeiern zum Jahrestag des Mauerfalls zu schaffen. Mehrfach wurden Ballons der Lichtgrenze beschädigt. Am Abend stiegen dennoch Tausende in den Himmel und sorgten für einen stimmungsvollen Höhepunkt der Einheitsfeiern. 

Die 7000 Ballons zeichnen die ehemalige Grenze durch Berlin nach. Besonders bei Nacht sieht die Sicht von oben auf die leuchtenden Ballone spektakulär aus. Die Berliner teilten unzähliche Fotos in sozialen Netzwerken. Am Sonntagabend folgte der Schlusspunkt: Die Ballons wurde in die Luft gelassen.

Am Brandenburger Tor begannen freiwillige Helfer damit, die an der früheren Grenze aufgestellten leuchtenden Ballons in die Luft steigen zu lassen. Insgesamt waren am Freitag in der Berliner Innenstadt 7000 mit Helium gefüllte Ballons entlang der früheren Mauer aufgestellt worden. 

Nach dem Start der Aktion am Brandenburger Tor dauerte es etwa eine halbe Stunde, bis am früheren Grenzübergang Bornholmer Straße die letzten Ballons in die Luft aufstiegen. Die "Lichtgrenze" der leuchtenden Ballons hatte sich auf einer Strecke von 15 Kilometern in der Berliner Innenstadt erstreckt.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte bei der Aktion am Brandenburger Tor, die Deutschen seien noch immer stolz und glücklich, dass die Mauer vor 25 Jahren niedergerissen worden sei. Mit dabei waren auch Bundespräsident Joachim Gauck sowie der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und Polens Ex-Präsident Lech Walesa.

Doch die Veranstalter hatten mit einigen Mühen zu kämpfen. Gabriele Miketta, Pressesprecherin der Kulturprojekte Berlin, berichtete am Sonntag, dass einige Ballons geplatzt seien. Die Ursache: unklar. Gerade am Bethaniendamm seien jedoch mehr kaputt gegangen als bei normalem Schwund.

 

 

An der Bornholmer Brücke seien zudem rund 30 Stelen vermutlich gestohlen worden, sie seien "einfach verschwunden". Am Mauerpark hielten Passanten einen Ballondieb rufend auf. Drei Stelen an anderer Stelle seien umgeknickt. Alle Verluste seien jedoch ersetzt worden. Das Event der aufsteigenden Lichtergrenze war demnach nicht gefährdet. Dennoch ermittelt Medienberichten zufolge der Berliner Staatsschutz. 

Insgesamt seien die Ausfälle noch eher gering. Am Sonntagmorgen wurden alle Stelen neu mit knapp 7000 - nun heliumgefüllten - Ballons ausgestattet, die am Abend in den Nachthimmel aufsteigen sollten. 

 

 

Seit Freitagabend hatten sich die Ballons zu einem gewaltigen Besuchermagneten entwickelt. Der Aufstieg der Ballons sollte am Sonntag um 19.20 Uhr am Brandenburger Tor beginnen und dann etwa eine halbe Stunde dauern. Mit einem kleinen Hebel, der von außen in den Fuß eines Ständers gesteckt wird, lösten sogenannte Ballonpaten die Halterung, woraufhin die Heliumballons entschweben konnten.

Schon das ganze Wochenende über verzaubert die Lichtgrenze Berliner und Gäste der Hauptstadt. Besonders im Dunkeln erinnert die Aktion an die ehemalige Teilung der Stadt.  

Bei Facebook und Twitter werden zahlreiche Fotos von den Besuchern gepostet. Unter dem Hashtag #Lichtgrenze oder #Lichtergrenze sind die Beiträge zu finden.

Schauen Sie sich hier die Impressionen der Lichtgrenze an.

(dpa AFP)
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