Millionenschwere Steuerhinterziehung: Bewährungsstrafe in Liechtensteiner Steuerprozess
zuletzt aktualisiert: 18.07.2008 - 13:01Bochum (RPO). Der erste Prozess im Liechtensteiner Steuerskandal ist für den Angeklagten glimpflich ausgegangen: Der 66-jährige Immobilienkaufmann wurde zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt.
Der Geschäftsmann aus Bad Homburg hatte vor dem Landgericht Bochum gestanden, zwischen 2001 und 2006 rund 7,6 Millionen Euro Einkommenssteuern hinterzogen zu haben.
Das Urteil entspricht der Forderung der Staatsanwaltschaft. In ihrem Plädoyer hielt die Anklagevertreterin Margrit Lichtinhagen dem Kaufmann am Freitag zudem zu Gute, er habe "sehr früh eine klare Entscheidung getroffen" für eine Zusammenarbeit mit der Anklagebehörde. Verteidiger Holger Matt nannte die Forderung der Staatsanwaltschaft "uneingeschränkt akzeptabel"
Der Angeklagte hatte Teile seines Vermögens in Liechtensteiner Stiftungen angelegt und sie so dem Zugriff der deutschen Finanzbehörden entzogen. Einen Großteil seiner Steuern hat er bereits nachgezahlt.
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