Gegen Studiengebühren und Lernstress: Bildungsproteste in mehreren NRW-Städten
zuletzt aktualisiert: 22.04.2010 - 16:56Düsseldorf (RPO). In Nordrhein-Westfalen haben am Donnerstag dezentrale Proteste von Schülern und Studenten für Bildungsreformen begonnen. Nach Angaben einer Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren beteiligten sich Schüler und Studenten an Demonstrationen in Köln, Bonn und Aachen.
Allein in Köln wurden rund 4000 Teilnehmer gezählt. Auch Auszubildende nahmen an Protestaktionen gut zwei Wochen vor der Landtagswahl am 9. Mai teil. Weitere Aktionen waren in Düsseldorf, Bielefeld, Siegen und Paderborn geplant.
Insgesamt wurden landesweit bis zu 20.000 Teilnehmer erwartet. Die Demonstranten wenden sich gegen Kopfnoten und Lernstress in den Schulen sowie gegen Studiengebühren an den Universitäten.
Auf die Schulpflicht wies ein Sprecher des Düsseldorfer Schulministeriums hin: "Schülerinnen und Schüler sind nach dem Schulgesetz verpflichtet, regelmäßig am Unterricht und an den sonstigen verbindlichen Schulveranstaltungen teilzunehmen." Eine Teilnahme an einem Schülerstreik während der Unterrichtszeit sei daher "unzulässig".
Die Studiengebühren in NRW waren eingeführt worden, nachdem die schwarz-gelbe Landesregierung 2006 ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hatte. An den meisten Hochschulen im Land müssen die Studenten heute 500 Euro pro Semester zahlen. SPD, Grüne und Linke wollen die Gebühren abschaffen.
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