Panne in BASF-Stammwerk: Bis zu zehn Tonnen Chemie in Rhein gelaufen
zuletzt aktualisiert: 22.06.2009 - 13:07Ludwigshafen (RPO). Bis zu zehn Tonnen der Chemikalie HPN sind in den Rhein geflossen. Grund dafür ist eine Panne im BASF-Stammwerk in Ludwigshafen. Wie das Unternehmen am Montag berichtete, konnte der Produktaustritt im Werkteil Nord inzwischen gestoppt werden. Eine Gefährdung von Mensch und Umwelt sei nicht zu befürchten.
Die Ursache der Panne ist noch unklar. Die Werksfeuerwehr habe das Wasser aus dem betroffenen Kühlwasserkanal vorsorglich abgepumpt und in die Kläranlage geleitet. HPN (Hydroxy-
pivalinsäureneopentylglykolester) ist eine Esterverbindung und gilt als reizend und wassergefährdend. Bei direktem Kontakt besteht die Gefahr ernster Augenschäden.
Nach Angaben des Chemiekonzerns gibt es aufgrund der starken Verdünnung durch das Rheinwasser aber nichts zu befürchten. HPN sei biologisch leicht abbaubar und nur schwach wassergefährdend, so das Unternehmen. Die Chemikalie ist ein Zwischenprodukt, das unter anderem für die Herstellung von Lacken verwendet wird.
Auch das rheinland-pfälzische Umweltministerium erklärte in Mainz, bei der angegebenen Menge sei nicht mit einer Gefährdung von Mensch und Wassertieren zu rechnen. Vorsorglich sei aber eine sogenannte Rheininformation nach dem Internationalen Warn- und Alarmplan Rhein an die Anlieger des Flusses abgegeben worden. Zudem seien Wasserproben genommen worden, teilte die Behörde mit.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.







