Unverbesserlicher Theologe: Bischof entzieht Hasenhüttl die Lehrerlaubnis
zuletzt aktualisiert: 03.01.2006 - 19:27Saarbrücken (rpo). Dem katholischen Theologen Gotthold Hasenhüttl, der nach dem Ökumenischen Kirchentag 2003 vom Priesteramt suspendiert worden war, ist nun auch die Lehrerlaubnis entzogen worden. Hasenhüttl war suspendiert worden, weil er eine Abendmahlsfeier mit evangelischen Christen geleitet hatte und auch Nicht-Katholiken zum Empfang der Kommunion eingeladen hatte.
Der Trierer Bischof Reinhard Marx entzog dem emeritierten Theologen nun auch die kirchliche Lehrerlaubnis und das damit verbundene "Nihil obstat". Das geht aus einem Dekret des Bischofs hervor, das Hasenhüttl am Dienstag in Saarbrücken veröffentlichte.
Im Dezember 2004 wies der Vatikan den Einspruch des Theologen gegen seine Amtsenthebung endgültig zurück. Nach dem Urteil der Römischen Glaubenskongregation, das von Papst Johannes Paul II. bestätigt wurde, handelte es sich um einen "schwerwiegenden Missbrauch".
Keine Bereitschaft zum Einlenken
Marx begründet seinen neuen Schritt damit, dass der Theologe keine Bereitschaft zum Einlenken gezeigt habe und auf seiner Haltung beharre. "Ihre letzten Schreiben, auch das vom 8. Dezember 2005, haben deutlich werden lassen, dass es Ihrerseits kein Einlenken gibt, dass Sie auch weiterhin Ihre Haltung für richtig halten und Sie daher keinen Grund sehen, die kirchliche Disziplin gerade auch in der Frage, die zu Ihrer Suspension geführt hat, zu akzeptieren", heißt es in dem vom 2. Januar datierten Schreiben. "Wer in gravierenden Dingen im Dissens zur kirchlichen Autorität steht und nicht bereit ist, die kirchliche Ordnung zu beachten, der kann nicht im 'Namen der Kirche' lehren."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







