Aktion Deutschland Hilft schätzt Bedarf an Hilfsmitteln auf 190 Millionen Euro: Bisher nur 40.000 Euro für den Libanon gespendet
zuletzt aktualisiert: 22.08.2006 - 12:55Berlin (AP) Trotz der großen Not im Südlibanon ist die Spendenbereitschaft für die Region weiterhin gering. Bei der Aktion Deutschland Hilft sind bisher nur 40.000 Euro eingegangen, wie Geschäftsführerin Manuela Roßberg am Dienstag in Berlin sagte. Insgesamt würden aber 190 Millionen Euro für medizinische Versorgung, Hygienemaßnahmen, Nahrungsmittel und Notunterkünfte benötigt. Im Libanon seien nach den Bombenangriffen zahlreiche Dörfer zerstört und noch immer 600.000 Menschen obdachlos.
Die Aktion Deutschland Hilft ist ein Bündnis von zehn deutschen Hilfsorganisationen; unter anderen Malteser, Care und Arbeiter-Samariter-Bund. Diese Organisationen hätten 260.000 Euro für Soforthilfe zur Verfügung gestellt, berichtete Roßbach.
Vor der für den 31. August in Stockholm geplanten Geberkonferenz für den Libanon riefen die Hilfsorganisationen die internationale Gemeinschaft auf, durch politische Lösungen für Stabilität im Nahen Osten zu sorgen. "Nur vor dem Hintergrund einer langfristig tragfähigen Friedenslösung machen unsere Hilfsmaßnahmen Sinn", sagte Roßbach. Letzte Woche hatte Schweden 60 Regierungen zu einer internationalen Geberkonferenz eingeladen.
Spenden an die Aktion Deutschland Hilft sind unter dem Stichwort "Nahost" auf das Konto 102030 der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ: 370 205 00) möglich.
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