| 19.18 Uhr

Missbrauchs-Skandal
Bistum Hildesheim beurlaubt Pfarrer

Chronik zum Missbrauch an Jesuitenschulen
Chronik zum Missbrauch an Jesuitenschulen FOTO: APN
Hildesheim/Wolfsburg (RPO). Das Bistum Hildesheim hat einen Pfarrer aus Wolfsburg mit sofortiger Wirkung von seinem Dienst suspendiert. Er hatte gestanden, vor mehr als 30 Jahren einen damals minderjährigen Jugendlichen sexuell missbraucht zu haben, wie das Bistum am Samstag mitteilte.

Das Opfer habe aus Scham bisher geschwiegen. Erst jetzt, nach dem Aufruf des Bischofs an die Gemeinden, auch zurück liegende Fälle zu melden, hatte es den Mut, sich an den Bischöflichen Beauftragten für sexuellen Missbrauch zu wenden und die Vorfälle anzuzeigen. "Die Diözese Hildesheim ist entsetzt und tief betroffen über den sexuellen Missbrauch", sagte sich der zuständige Domkapitular Heinz-Günter Bongartz auch im Namen von Bischof Norbert Trelle. Dem Opfer wurden therapeutische Hilfe und beratende Unterstützung zugesagt.

Pfarrer E., der einer Ordensgemeinschaft angehöre, habe die gegen ihn erhobenen Vorwürfe eingestanden und bereue seine Tat. Der Pfarrer sei gemäß den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern suspendiert worden. Bischof Trelle und der Obere des Ordens, dem Pfarrer E. angehört, werden nach der vorgeschriebenen kirchenrechtlichen Untersuchung entscheiden, welche kirchlichen Strafen das Vergehen des Pfarrers nach sich ziehe.

(DDP/das)
 
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