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Kevin Russell verursachte Autounfall
Böhse-Onkelz-Sänger offenbar entlassen
Kevin Russell verursachte Autounfall: Böhse-Onkelz-Sänger offenbar entlassen
Das ehemalige "Böhse Onkelz"-Mitglied Kevin Russell wurde 2011 zu einer Haftstrafe verurteilt. FOTO: dapd, dapd
Düsseldorf. Kevin Russell soll nach Medieninformationen nach nur vier Monaten Haft entlassen worden sein. Der frühere Sänger der Rockgruppe "Böhse Onkelz" hatte 2009 im Drogenrausch einen folgenschweren Unfall mit zwei Schwerverletzten verursacht und war 2011 zu 27 Monaten Haft verurteilt worden.

Im August 2011 hatte der 48-jährige Russell seine Haftstrafe fristgerecht in der Justizvollzugsanstalt Hünfeld angetreten. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll er aber bereits im Dezember 2011 wieder aus der Haft entlassen worden sein. Nach nur vier Monaten seiner 27-monatigen Haftstrafe sei er in eine therapeutische Einrichtung verlegt worden.

Das Blatt zitiert einen Sprecher des Justizministeriums, der den Fall bestätigte. Die Strafe sei zugunsten einer Therapie zurückgestellt worden. Sollte Russell sich während der Drogentherapie "unpassend" benehmen, würde er demnach "sofort wieder in die JVA" geschickt.

Der Sänger hatte Silvester 2009 unter Drogeneinfluss einen Autounfall mit zwei Schwerverletzten verursacht und war zu Fuß geflüchtet. Dafür wurde er vom Frankfurter Landgericht zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Der ehemalige Böhse-Onkelz-Sänger beteuert, den Unfallwagen nicht gesteuert zu haben. Aufgrund der DNA-Spuren am Airbag des Autos sah es das Landgericht jedoch als zweifelsfrei erwiesen an, dass er den folgenschweren Unfall verursacht hatte.

Russell beantragte nach der Urteilsverkündung erfolglos einen Haftaufschub wegen gesundheitlicher Probleme. Das Oberlandesgericht Frankfurt entschied, es gebe keine Anzeichen dafür, dass sich der Gesundheitszustand von Russell in einer Justizvollzugsanstalt verschlechtert. Auch dort sei eine ärztliche Behandlung möglich.

Quelle: jre/dapd/jre
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