| 15.11 Uhr

Notlandung in Budapest
Kein Sprengstoff in Passagiermaschine gefunden

Fotos: Condor-Maschine in Budapest notgelandet
Fotos: Condor-Maschine in Budapest notgelandet FOTO: dpa, eva pt
Budapest/Berlin. Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Condor ist von Berlin auf dem Weg ins ägyptische Hurghada in Budapest notgelandet. Grund dafür war eine "unspezifische Drohung" gegen das Flugzeug, wie Condor mitteilte. An Bord wurde aber kein Sprengstoff gefunden.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat die Polizei an Bord der in Budapest notgelandeten Condor-Maschine keine Sprengsätze gefunden. Die Durchsuchung des Flugzeugs sei abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der ungarischen Polizei.

Zuerst hatte das Flug-Tracking-Portal "flightradar24.com" von der Notlandung berichtet. Später bestätigte dies auch die Fluggesellschaft Condor. "Der Condor Flug DE490 von Berlin-Schönefeld nach Hurghada ist außerplanmäßig nach Budapest umgeleitet worden, nachdem er planmäßig um 9.22 Uhr lokaler Zeit in Berlin gestartet war. Grund dafür ist eine telefonisch eingegangene unspezifische Drohung. Die Maschine landete sicher um 11.42 Uhr lokaler Zeit in Budapest", teilte ein Sprecher der Fluggesellschaft mit.

"Der Airbus A321 wird in Budapest von Condor und den Behörden gemäß der behördlichen Vorgaben untersucht", hieß es vonseiten des Condor-Sprechers weiter. Bombenexperten der ungarischen Polizei hatten das Flugzeug durchsucht.

Alle 133 Passagiere und die sieben Crewmitglieder, die sich an Bord der Maschine befunden hatten, seien wohlauf und würden derzeit vor Ort versorgt, erklärte der Condor-Sprecher weiter. Condor schicke ein anderes Flugzeug nach Budapest, um die Kunden sicher an ihren Zielort zu bringen. 

Hurghada liegt am Roten Meer und ist eines der beliebtesten Reiseziele deutscher Touristen in Ägypten. Am 31. Oktober stürzte ein russisches Passagierflugzeug auf den Weg von Scharm el-Scheich in Ägypten nach Russland über der Sinai-Halbinsel ab. Alle 217 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Experten gehen davon aus, dass eine Bombe die Maschine zerriss. Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) erklärte, sie habe den Anschlag verübt.

Hier gibt es Bilder aus Budapest.

(lsa/gol/felt/REU)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Bombendrohung in Budapest: Deutsche Passagiermaschine notgelandet


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.