Ziel Tel Aviv: Bombendrohung: Lufthansa-Maschine von Kampfjets eskortiert
zuletzt aktualisiert: 05.10.2004 - 15:10Jerusalem (rpo). Nach einer Bombendrohung ist eine Lufthansa-Maschine in Zypern notgelandet. Das Flugzeug war nach Tel Aviv unterwegs und wurde von israelischen Kampfflugzeugen nach Larnaca auf Zypern eskortiert.
Lufthansa-Sprecher Jitzchak Saroni sagte dem Fernsehsender Kanal 10 in Tel Aviv, dass die Drohung per Telefon beim Lufthansa-Büro in Frankfurt am Main eingegangen sei.
Der Anrufer habe mit einem arabischen Akzent gesprochen, sagte Saroni. Nach Rücksprache mit den israelischen Behörden sei die Maschine auf dem Flughafen Lanarca gelandet.
Lufthansa-Sprecherin Amélie Lorenz sagte in Frankfurt, dass die Boeing 747 auf Zypern durchsucht werde. Es seien 331 Passagiere und 18 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen.
Die Drohung sei nach dem Start um 10.10 Uhr in Frankfurt ausgesprochen worden. Nach Rücksprache mit den deutschen Behörden habe sich die Fluggesellschaft zunächst entschieden, den Flug planmäßig durchzuführen, weil die Drohung nicht ernst zu nehmen gewesen sei.
"Die israelischen Behörden haben um die Zwischenlandung gebeten", sagte Lorenz. Der Flug mit der Nummer 686 sei um 14.10 Uhr auf Zypern gelandet.
Erst am Montag war ein aus Frankfurt kommendes Flugzeug der Singapore Airlines nach einer Bombendrohung in Manchester notgelandet, bei einer Durchsuchung der Maschine wurde aber nichts gefunden.
Auch zwei weitere Drohungen gegen einen Lufthansa- und einen United-Airlines-Flug erwiesen sich als Fehlalarm.
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