Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: BP schiebt Teil der Schuld von sich
zuletzt aktualisiert: 08.09.2010 - 14:32London (RPO). Einer Untersuchung des britischen Energiekonzerns BP zufolge tragen eine ganze Reihe von Firmen und Personen eine Mitschuld an der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Die Ergebnisse hat der Konzern am Mittwoch im Internet veröffentlicht. Wortwörtlich ist darin die Rede vom Versagen mehrerer Parteien.
"Die Tragödie der Macondo-Quelle wurde nicht von einem einzigen Faktor ausgelöst. Vielmehr führte ein reihenweises Versagen mehrerer Parteien zu der Explosion und dem Brand, die elf Menschen töteten und ausgedehnte Verschmutzung im Golf von Mexiko auslösten", heißt es in der Zusammenfassung des am Mittwoch in London veröffentlichten Berichts. Die viel kritisierte Öl-Bohrung selbst habe wahrscheinlich nicht zu dem Unfall beigetragen.
Entscheidungen von "vielen Firmen und Arbeitsgruppen" hätten zu dem Unfall beigetragen. Es handele sich um eine komplexe Verkettung von Umständen, die "technisches Versagen, menschliche Urteile, die Konstruktion" sowie ein Versagen der Kommunikation beträfen.
Die interne Untersuchung wurde von BP-Sicherheitschef Mark Bly vorgenommen. Ihre Ergebnisse gelten als wegweisend für die Verteidigungsstrategie der Firma, die sich einer Flut von Klagen gegenübersieht.
Eine BP-Bohrinsel war im April im Golf von Mexiko explodiert. Da das Leck in der Tiefe nur schleppend repariert werden konnte, strömten fast fünf Millionen Barrel Öl ins Meer. Das Unglück gilt als die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA.
Die BP-Aktie baute nach Veröffentlichung des Berichts ihre Gewinne aus und legte 2,3 Prozent zu.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







