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Bürgerkrieg
Bundesanwaltschaft nimmt Iraker wegen Kriegsverbrechen fest

Karlsruhe. Die Bundesanwaltschaft hat einen 27 Jahre alten Iraker festnehmen lassen, der im Konflikt in seinem Heimatland mit den abgeschlagenen Köpfen von Kämpfern des IS posiert haben soll. Gegen ihn wird wegen Kriegsverbrechen ermittelt.

Der Beschuldigte Rami K. hat 2015 im Irak als Angehöriger der irakischen Armee im Bürgerkrieg gekämpft. Nach Gefechten mit der Terrororganisation Islamischer Staat nördlich von Bagdad hob der Beschuldigte die vom Körper abgetrennten Köpfe zweier zuvor bei Gefechten zu Tode gekommener Kämpfer des IS an den Haaren in die Höhe. Ein Foto davon veröffentlichte er in sozialen Netzwerken.

Der Beschuldigte ist geständig. Er wurde dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der den Haftbefehl erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet hat. Rami K. wird vorgeworfen zu schützende Personen in schwerwiegender Weise entwürdigend und erniedrigend behandelt zu haben, was in diesem Fall als Kriegsverbrechen eingeordnet wird (§ 8 Abs. 1 Nr. 9, Abs. 6 Nr. 2 VStGB).

(rent/AFP)
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