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Bundeswehr-Marine hilft überladenem Schlauchboot
158 Flüchtlinge aus Seenot gerettet

Bundeswehr-Marine rettet 158 Flüchtlinge aus Seenot
Die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" rettete 158 Flüchtlinge aus einem überfüllten Schlauchboot. (Symbolbild) FOTO: dpa, DRB lil soe
Hamburg. Die deutsche Marine hat im Mittelmeer 158 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Das Kriegsschiff der Bundeswehr kam einem völlig überladenen Schlauchboot rund hundert Kilometer nördlich der libyschen Küste zu Hilfe. 

Das Verteidigungsministerium in Berlin erklärte am Mittwoch, die Besatzung der Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" sei zu dem Rettungseinsatz ausgerückt. Auf dem überladenen Schlauchboot waren laut "Spiegel" sechs Frauen – davon eine hochschwanger – sowie 55 Kinder und Jugendliche.

Die Flüchtlinge seien an Bord der "Mecklenburg Vorpommern" zunächst medizinisch versorgt worden. Die Fregatte ist nach Angaben des Ministeriums auf dem Weg nach Sizilien. Die Flüchtlinge sollen nun im italienischen Hafen Augusta auf Sizilien an Land gebracht werden.

Einsatz gegen Schlepperbanden  

Das deutsche Schiff ist im Mittelmeer im Rahmen der EU-Mission "Sophia" im Einsatz, die gegen Schlepperbanden vorgeht. Das in Italien stationierte Hauptquartier beauftragte die deutsche Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" mit der Rettungsaktion. Gemeinsam mit einem Hilfsboot der Organisation "Open Arms" retteten sogenannte Boarding-Teams der Bundeswehr die Flüchtlinge von dem Schlauchboot.

Insgesamt hat die deutsche Marine seit Mai 2015 nach Angaben des Ministeriums 21.358 Menschen aus Seenot gerettet.

 

 

(beaw/kna/AFP)
 
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