Übergriffe von Uiguren: China warnt vor Reisen nach München
zuletzt aktualisiert: 11.07.2009 - 22:21München (RPO). Nach Übergriffen von Uiguren auf chinesische Touristen in München hat das Außenministerium in Peking Chinesen zur Vorsicht bei Reisen in die bayerische Landeshauptstadt geraten. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht keinen Grund für die Reisewarnung.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete online unter Berufung auf Informationen des chinesischen Konsulats in München, am 7. Juli sei eine Reisegruppe von uigurischen "Elementen" angegriffen worden. Nach Angaben des Ministeriums in Peking hätten chinesische Vertreter bei den deutschen Behörden verlangt, den Angriff auf die Reisegruppe aufzuklären. Zudem seien die deutschen Behörden aufgefordert worden, "effektive Maßnahmen zum Schutz des Lebens und des Eigentums von Chinesen in Deutschland" zu ergreifen.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte, die Warnung entbehre jeder vernünftigen Grundlage. "Wir können keine wirklichen Sicherheitsrisiken für chinesische Staatsbürger erkennen. Alle chinesischen Staatsbürger sind in Bayern und in München absolut sicher", sagte er. Chinesische Einrichtungen würden von der Polizei besonders geschützt. Der Vorfall am Münchner Marienplatz sei ein "absoluter Einzelfall".
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