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Chronik: Amoklauf in Winnenden
Am 11. März 2009 tötet der 17-jährige Tim K. bei einem Amoklauf an der Albertville-Realschule in Winnenden bei Stuttgart mehrere Menschen. Die Ermittlungen laufen noch. Hier eine vorläufige Chronik der Ereignisse.
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2.45 Uhr:
Tim K. chattet in einem Internetforum. Dort kündigt er an, dass er Waffen habe: "Ich werde morgen früh an meine frühere Schule gehen und mal so richtig gepflegt grillen. Vielleicht komme ich ja auch davon."
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9.30 Uhr:
Tim K. betritt in schwarzer Kleidung und bewaffnet mit einer Beretta aus dem Arsenal seines Vaters sowie weit mehr als 200 Schuss Munition die Albertville-Realschule im Stadtkern von Winnenden.
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Kurz vor 9.30 Uhr
Er geht in die erste Etage nacheinander in drei Klassenräume der neunten und zehnten Klasse und schießt gezielt auf die Köpfe der Schüler. Im ersten Klassenzimmer erschießt er fünf Schüler. Insgesamt erschießt er acht Mädchen und einen Jungen sowie eine Lehrerin, die sich hinter einem Experimentiertisch befindet. Wie die Polizei später erklärt, wurden die Kinder überrascht, sie hielten noch die Stifte in der Hand.
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9.33 Uhr
Der erste von zahlreichen Notrufen aus der Realschule geht bei der Polizei ein. Ein Schüler meldet sich.
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9.35 Uhr:
Bereits 2 Minuten später treffen die Einsatzkräfte in der Schule ein. Sie bemerken den Amokläufer im ersten Stock und verfolgen ihn.
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Tim K. flüchtet. Dabei erschießt er zwei weitere Lehrerinnen auf dem Flur. Insgesamt feuert er mindestens 60 Schuss in dem Schulgebäude ab.
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Der Amokläufer rennt ins Freie und erschießt einen Passanten in einer Parkanlage zwischen der Schule und dem Psychiatrischen Landeskrankenhaus.
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Auf einem Parkplatz tritt Tim K. an ein Fahrzeug heran, bedroht den Fahrer mit der Waffe, steigt auf den Rücksitz und zwingt den Mann, loszufahren.
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Auf der Fahrt fragt Tim K. den Mann, ob er einen "Spaß machen" und Insassen anderer Autos "abknallen" solle. Der 41-Jährige redet dem Amokläufer ins Gewissen.
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Bei einer Autobahnauffahrt entdeckt der entführte Fahrer einen Polizeiwagen. Er lenkt das Auto von der Fahrbahn, sodass es im Schlamm stecken bleibt, springt aus dem noch rollenden Wagen und flüchtet in Richtung Polizei. Tim K. flieht in die andere Richtung.
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Tim K. sieht einen Polizisten und eröffnet das Feuer. Der Polizist schießt zurück und trifft den Amokläufer zweimal in die Beine. Trotz Verletzungen gelingt es Tim K., wieder in das Gebäude zu fliehen. Er schießt auf mehrere Streifenwagen. Zwei Polizisten werden schwer verletzt.
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Der Amokläufer rennt in ein Autohaus in Wendlingen, in dem ein 36 Jahre alter Verkäufer mit einem 46 Jahre alten Kunden im Gespräch ist. Tim K. erschießt die beiden Männer mit mindestens 13 Schuss.
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Tim K. erschießt sich gegen 12.30 Uhr selbst.
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Am nächsten Tag, dem 12. März, meldet sich ein Mann aus Bayern bei der Polizei. Sein Sohn hatte ihm von dem Chat mit Tim K. erzählt. Der ebenfalls 17-Jährige hatte die Amoklauf-Drohung nicht ernst genommen und vertraute sich erst seinem Vater an, als er über die Medien davon erfahren hatte.