Datenverlust in Bundesministerien: Computer mit geheimen Inhalten gestohlen
zuletzt aktualisiert: 19.04.2008 - 09:14Berlin (RPO). Bei Bundesbehörden sind durch gestohlene Computer, Laptops, Handys und anderen Datenträgern im großen Umfang sensible Daten abhanden gekommen. Laut Bundesinnenministerium befinden sich darunter sogar Steuerdaten und Geheimunterlagen des Verteidigungsministeriums.
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet sind allein von 2005 bis 2007 in Bundesministerien und anderen Behörden 189 Tischcomputer und 326 Laptops verschwunden, davon 46 im Ausland. Außerdem gingen 271 Handys und Taschencomputer sowie 38 Speichersticks, CD und DVD mit Daten verloren oder wurden gestohlen. Der Wert der fehlenden Geräte beziffert das Innenministerium auf rund 540 000 Euro.
Nach dem Bekanntwerden der Datenverluste will nun auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Ermittlungen aufnehmen. Die Behörde verlangt eine Meldepflicht für sensible Datenverluste bei Ämtern und Unternehmen. Der Sprecher des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Dietmar Müller, sagte der Zeitung: "Die Vorfälle zeigen, wie wichtig, eine Meldepflicht für solche Datenverluste ist, damit wir ermitteln können."
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