| 17.51 Uhr

Aufregung um "Traditionshasen"
NRW-Ministerpräsident Laschet weist Online-Hetzer zurecht

Debatte um Traditionshasen: Arming Laschet weist Online-Hetzer zurecht
Rewe bezeichnet die Goldhasen von Lindt nach eigenen Angaben seit 1992 als Traditionshasen. FOTO: dpa
Düsseldorf. Auf Twitter empören sich Nutzer über die Bezeichnung "Traditionshase" für einen Schokohasen. NRW-Ministerpräsident Laschet schaltet sich ein und belehrt diejenigen, die den Untergang des Abendlandes wittern.

"Wer den Osterhasen zum Symbol des christlichen Abendlandes macht, weiß weder was christlich noch was Abendland ist", schrieb Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Karfreitag auf Twitter. "Kreuz und Auferstehung haben jedenfalls nichts mit Osterhasen zu tun. Und auch nichts mit Hass und Hetze gegen andere Religionen."

Seinem Tweet ging ein tagelange Debatte auf Twitter voraus. Nutzer wie die frühere CDU-Politikerin Erika Steinbach hatten Fotos von Kassenbelegen veröffentlicht, auf denen "Traditionshasen" ausgewiesen waren. Sie unterstellten, dass die Supermärkte nicht mehr von Osterhasen sprächen, weil sie die religiösen Gefühle von nichtchristlichen Menschen zu verletzen. Der AfD-Politiker Jörg Meuthen sprach auf Twitter sogar von "Unterwerfung". Das stimmt allerdings nicht, wie Rewe mitteilte.

"Seit 1992 bezeichnet Rewe den Lindt Goldhasen, um den es sich hier handelt, am Regal und auf dem Kassenbon als 'Traditionshasen", teilte die Supermarkt-Kette Rewe auf Twitter und Facebook mit. "Da es ihn nach unserem Kenntnisstand bereits seit den frühen 50er Jahren in Deutschland gibt, ist der Begriff 'Traditionshase' also durchaus treffend."

(wer)
 
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