Sechs Tipps: Der Herbst ist da!
VON ULRIKE WINTER - zuletzt aktualisiert: 23.10.2010 - 09:06Düsseldorf (RP). Der Wind wird rauer, die Tage werden kürzer. Doch auch die trübe Zeit hat ihre Vorzüge. Sechs hilfreiche Tipps, wo und wie sich der Herbst am besten genießen lässt.
Dunkelheit und Kälte schlagen auf die Stimmung. Saisonale Depression nennen das Psychotherapeuten. "Bewegung tut der Verfassung gut – körperlich wie mental", sagt André Karger, Oberarzt der psychosomatischen Medizin der Uniklinik Düsseldorf. Die Ertüchtigung (30 bis 60 Minuten pro Tag sind ratsam) sei umso effektiver, je mehr man damit aus seiner gewohnten Umgebung ausbricht. Für den Spaziergang also ruhig rausfahren, und – das gilt vor allem für Büromenschen – auch mal barfuß durchs Laub laufen. Ausflugstipp: Aaper Wald Düsseldorf, Angertal Ratingen
Drachen bauen "Ich will mit dir einen Drachen bau'n ... Denn ein gekaufter Drache fliegt nicht mal halb so weit." Mit diesen Worten besang Udo Jürgens 1981 das perfekte Vater-Sohn-Erlebnis – bis heute ist das gemeinsame Drachenbauen und Steigenlassen eins der beliebtesten herbstlichen Familienrituale. Für einen Eddy Drachen brauchen Bastler übrigens nur einen Meter Tyvek-Stoff, zwei dünne Stäbe, ein Eddy-Kreuz, einen Meter Waageleine und Kunststoff-Klebeband.
Heiße Stärkung Schokolade senkt den Cholesterinspiegel, beugt Krebs und Herzinfarkten vor, stimuliert das zentrale Nervensystem – und hat dazu noch wenig Zucker. Zumindest, wenn sie hochprozentig ist, wie in den in diesem Herbst besonders beliebten Trinkschokoladen des Düsseldorfer Schokoladenfachgeschäfts "Gut & Gerne". Wer sich kalorienbewusster – und etwas stylisher – wärmen möchte, geht zum "Afternoon Tea" in den Breidenbacher Hof in Düsseldorf. Doch Vorsicht: Zu mehr als 20 Teesorten werden hier hausgemachte Tarts gereicht (täglich von 14 bis 17.30 Uhr).
Schirmkauf Zwei wesentliche Fragen bestimmen den Schirmkauf: "Muss es schnell gehen und preiswert sein, oder hat man Zeit, sich etwas Ausgefallenes, Hochwertiges auszusuchen?" Das weiß Franz-Joseph Greve, der in seinem Krefelder Schirmgeschäft Schnitzler rund 3000 Exemplare anbietet. Auf Ausgefallenes hat sich sein Düsseldorfer Kollege Walter Saß spezialisiert: In seinem Geschäft gibt es zum Beispiel einen absolut sturmsicheren 1,5-Meter-Schirm, ein Stockschirmchen mit nerzbezogenem Griff oder das schwarzgemusterte Modell mit Alpacca-Griff aus dem Jahr 1890.
Suppenküche Sie gehören zum Herbst wie Flammkuchen und Maronen: Kürbisse in allen Farben, Formen und Darreichungsvarianten. Zu den Klassikern, immer wieder neu aufgelegt, gehört die Kürbissuppe. Im Duisburger Gasthaus Brendel zum Beispiel wird der Muskatkürbis mit Ingwer und Chili verschärft, das Ganze mit Kokos und Zimt zu einem reizvollen Geschmackskontrast ergänzt.
Mußestunden Der Schein brennender Kerzen schafft nicht nur Ruheoasen im stressigen Alltag, ist nicht nur Einladung zur nachmittäglichen Mußestunde. "Kerzen in Orange-, Beige- oder Brauntönen bringen die herbstliche Stimmung ins Haus", sagt Thomas Müller vom gleichnamigen Kerzenspezialisten in Straelen. Der Kempener Edelkerzen-Hersteller Engels setzt darüber hinaus auf saisonale Düfte wie Bratapfel und Vanille. Tipp Engels führt auf Anfrage durch die Produktion (Tel. 02152/206560), in Kevelaer können Liebhaber ihre Kerze individuell gestalten lassen (Tel. 02832 / 975236).
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