Horn von Afrika: Deutsche schlagen Piraten in die Flucht
zuletzt aktualisiert: 24.11.2008 - 19:28Kuala Lumpur (RPO). Im Kampf gegen die Piraten vor der Küste Somalias fordern internationale Reederien jetzt eine Seeblockade am Horn von Afrika. Unterdessen wurde bekannt, dass die deutsche Marine einen Angriff auf zwei Handelsschiffe in letzter Minute verhindert hat.
Wie das Verteidigungsministerium am Montag in Berlin mitteilte, schickte die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" am Sonntagnachmittag ihren Bordhubschrauber in Richtung zweier Handelsschiffe, die im Golf von Aden von Piraten mit Schnellbooten angegriffen worden waren. Den Angaben zufolge verließen die Piraten daraufhin das Seegebiet, die beiden Handelsschiffe konnten ihre Fahrt fortsetzen. Die deutsche Marine hatte bereits in der vergangenen Woche mehrfach Nothilfe gegen Piraten geleistet.
Mit einer internationalen Seeblockade Somalias soll nach dem Willen von Schiffseignern den Piraten das Handwerk gelegt werden. Ein solcher Einsatz mit Unterstützung aus der Luft sei notwendig, um die Entführung von Schiffen künftig zu verhindern, sagte der Direktor der Internationalen Vereinigung von Tanker-Reedern, Peter Swift, am Montag in Kuala Lumpur. Die Nato, die zurzeit vier Schiffe vor der somalischen Küste im Einsatz hat, wies diesen Vorschlag jedoch zurück.