Sibirische Kälte kommt : Deutschland drohen minus 20 Grad Celsius
zuletzt aktualisiert: 29.01.2012 - 15:44Offenbach (RPO). Gute Nachrichten für die deutschen Energieversorger: In der kommenden Woche könnte es knackig kalt werden - mit Temperaturen bis minus zwanzig Grad. Verantwortlich dafür ist Sibirienhoch Cooper, das eiskalte Luft bringt.
In der kommenden Woche könnte es knackig kalt werden - mit Temperaturen bis minus zwanzig Grad. Verantwortlich dafür ist das Sibirienhoch Cooper, das eiskalte Luft bringt. Bis zum Freitag werde es täglich kälter, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag. "Von Donnerstag bis Samstag sollten kälteempfindliche Menschen eher keine Außentermine planen, denn der bockige Ostwind wird auch tagsüber die gefühlten Temperaturen immer im zweistelligen Minusbereich halten."
Im Osten Deutschlands gebe es derzeit schon Dauerfrost, von Dienstag an werde auch der Westen davon erfasst. Selbst am Niederrhein seien Eistage mit Höchstwerten unter null Grad zu erwarten. Ausgenommen vom Dauerfrost seien wohl nur Küstengebiete und Inseln. "Sibirienhoch Cooper bringt uns die von den Energieunternehmen heiß herbeigesehnten Temperaturen", teilte der DWD mit Blick auf den bislang milden Winter mit.
Besonders bei einer Schneedecke können die Temperaturen richtig in den Keller gehen. "Schnee wirkt wie ein Kälteakku", sagte die DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold. Örtlich sind daher ab der Wochenmitte Werte unter minus 20 Grad nicht ausgeschlossen.
Die Woche beginnt am Montag noch mit leichtem Dauerfrost. Nur im Südwesten und Westen schneit es noch etwas. Die Temperaturen sinken auf minus 4 Grad im Westen und minus 13 Grad im Osten. An den Alpen und in den östlichen Mittelgebirgen sind bereits Werte unter minus 15 Grad möglich.
Am Mittwoch soll dann fast überall strenger Frost mit Temperaturen unter minus zehn Grad herrschen. Dafür zeigt sich dann die Sonne. Die Höchstwerte liegen bei minus ein Grad im Westen und minus neun Grad im Osten.
Sibirische Kälte?
Wenn kräftige Hochdruckgebiete über Sibirien liegen, kann es in Deutschland einen strengen Winter geben. Im Norden Sibiriens mit dem angrenzenden arktischen Polarmeer fallen die Temperaturen im Winter auf bis zu minus 60 Grad, der Boden ist dauerhaft gefroren.
Da die Sonne im Winter in der Polarregion für längere Zeit nicht aufgeht, können sich die kalten Luftmassen nicht erwärmen. Das stabile Hochdruckgebiet sorgt dann dafür, dass sich die Atmosphäre ständig weiter abkühlt und die trockene Luft aus höheren Schichten nach unten sinkt. Die sibirische Festlandluft ist die kälteste Luftmasse, die im Winter nach Europa zieht.
Das eisige Klima beeinflusst das europäische Wetter, wenn die Luftmassen nach Skandinavien und Russland vorrücken und dazu kräftige Ostwinde wehen. In Mitteleuropa gibt es allerdings meist Westwinde, die warme Luft vom Atlantik bringen. Rund 80 Prozent der Luftströmung in Deutschland kommen aus westlicher Richtung.
Im Januar herrschen im russischen Teil Nordasiens Durchschnittstemperaturen zwischen minus 20 und minus 45 Grad. Das dortige kontinentale Klima beschert zwar auch warme Sommer mit bis zu plus 30 Grad, doch die Böden bleiben in der Tiefe gefroren.
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