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Deutschland
Sechs Menschen sterben bei Badeunfällen

Badeunfall in der "Blauen Lagune" in Wachtendonk - Frau vermisst
Badeunfall in der "Blauen Lagune" in Wachtendonk - Frau vermisst FOTO: Christoph Reichwein
Hamburg . Immer wieder kommt es in Deutschland bei Ausflüge ans Wasser bei hochsommerlicher Hitze zu tödlichen Unglücken. Mindestens sechs Menschen sind seit Freitag hierzulande gestorben.

Drei Badeopfer waren Senioren, zwei von ihnen starben in der Ostsee. Ein Baby ertrank im Neckar in Baden-Württemberg - die genauen Umstände waren am Samstagnachmittag noch unklar.

Ein 72-Jähriger ging am Freitagabend zusammen mit seiner Frau in Dierhagen in Mecklenburg-Vorpommern in die Ostsee. Plötzlich trieb der Stralsunder laut Polizei bewegungslos im Meer. Andere Schwimmer brachten den leblosen Mann an den Strand.

Einen 84-Jährigen kostete ein Bad in Schleswig-Holstein das Leben. Er verschwand beim Schwimmen in der Ostsee in Sierksdorf, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte. Auch er konnte nur tot aus dem Wasser gezogen werden.

Ein 80 Jahre alter Mann ertrank am Samstag im Hämelsee bei Nienburg in Niedersachsen. Nach Angaben der Polizei bemerkten andere Gäste am See, dass der Mann unterging. Sofort suchten Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft nach dem 80-Jährigen - vergeblich. Taucher fanden später die Leiche.

19-Jähriger stirbt in Hamburg

Auch jüngere Menschen starben beim Baden. Ein 19-Jähriger wurde am Freitagabend in Hamburg leblos aus der Elbe gezogen. Er war am Elbstrand ins Wasser gestiegen und untergegangen, wie ein Polizeisprecher sagte. Taucher zogen den Mann ans Ufer. Ein Notarzt konnte ihn zunächst wiederbeleben. Er starb jedoch im Krankenhaus.

Bei einem Schwimmausflug in einem Naturfreibad in Wachtendonk (Nordrhein-Westfalen) kam eine Touristin aus China ums Leben. Die Leiche der 33-Jährigen sei am Freitag in fünf Meter Tiefe entdeckt worden. "Die Frau war keine gute Schwimmerin", sagte ein Polizeisprecher in Kleve. Dennoch sei sie mit einem Bekannten im Wankumer Heidesee schnorcheln gegangen.

Im Neckar in Baden-Württemberg ertrank ein zehn Monate altes Baby. Wie die Polizei in Heilbronn am Samstag mitteilte, versuchte die 21 Jahre alte Mutter am Freitag noch, ihr Kind zu retten, ging aber ebenfalls unter. Sie konnte nicht schwimmen. Zwei Männer zogen die junge Frau aus dem Wasser. Das Kind konnte wenig später aus dem Fluss in Mosbach-Neckarelz geborgen, aber nicht mehr gerettet werden. Die Mutter wurde ins Krankenhaus gebracht. Sie hatte das Kind am Flussufer auf dem Arm getragen, als es zu dem Unglück kam. Die genauen Umstände waren laut Polizei noch unklar.

(felt/dpa)
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