Keller überflutet, Blitzeinschläge: Die Bilanz des Unwetters
zuletzt aktualisiert: 22.07.2009 - 12:27Düsseldorf (RPO). Heftige Niederschläge, Gewitter, orkanartige Böen – am Dienstagabend sind wieder heftige Unwetter über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Dabei wurden erneut Keller überflutet, die Feuerwehr war im Dauereinsatz.
In mehreren Städten mussten die Rettungskräfte wegen überfluteter Keller, Straßen und herabstürzender Äste ausrücken. Nach starken Niederschlägen mussten die Autobahnen 44 bei Rheinberg und 46 bei Neuss vorübergehend für den Verkehr komplett gesperrt werden.
Vollgelaufene Keller sowie umgestürzte Bäume hielten die Feuerwehr in Düsseldorf auf Trab. Insgesamt zählte sie 40 Einsätze. Besonders viele Unwetterschäden gab es in den südlichen Stadtteilen - allein neun in Benrath und sieben in Holthausen. Im Norden fegte der Sturm Bäume um, Äste brachen ab. Die Feuerwehr pumpte insgesamt rund 100.000 Liter Regenwasser aus Kellern.
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Vom Unwetter am Dienstagabend über Nordrhein-Westfalen blieb Duisburg weitgehend verschont. Schlimm traf es aber das Haus einer derzeit verreisten Besitzerin in Walsum-Aldenrade. Nach einem Blitzeinschlag geriet die Dachgeschosswohnung gegen 20.40 Uhr in Brand. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen.
Anschließend schützte ein Dachdecker die Wohnung vor dem Regen. Neben dem Brand musste die Feuerwehr zu lediglich acht Einsätzen ausfahren. Vier Keller mussten ausgepumpt und vier mal Straßen von abgeknickten Ästen befreit werden. Insgesamt spricht die Feuerwehr von einem „glimpflich verlaufenden Abend” für Duisburg.
Weiterhin gesperrt war die Bahnstrecke Aachen - Mönchengladbach. Dort hatte am Dienstag, gegen 20 Uhr, in der Nähe von Hückelhoven ein umgestürzter Baum eine Oberleitung gerissen, in die dann ein Güterzug gefahren war.
In Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort waren etliche Keller waren durch den Sturzregen voll Wasser gelaufen, zudem stürzten Bäume um. Gegen 22.30 Uhr hatten die Einsatzkräfte noch alle Hände voll zu tun. In Moers blieben solche Einsätze aus, hieß es. Etliche Keller waren durch den Sturzregen voll Wasser gelaufen, zudem stürzten Bäume um. In Moers blieben solche Einsätze aus, hieß es.
In Praest kam es nach einem Blitzeinschlag zu einem Dachstuhlbrand. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar.
Wie die Feuerwehrleitstelle des Kreises Wesel am Mittwochmorgen mitteilte, mussten die Einsatzkräfte am Dienstagabend im Kreisgebiet rund 30 Mal ausrücken. Nach heftigen Regengüssen seien Keller voll gelaufen und Bäume umgestürzt. Ansonsten blieb es laut Auskunft der Leitstelle weitestgehend ruhig.
Die Feuerwehr im Südkreis Kleve spricht von etwa 30 kleineren Einsätzen. Vor allem zwischen 22 und 23 Uhr mussten die Helfer ausrücken, um Keller auszupumpen. Betroffen war hauptsächlich die Gemeinde Kerken. Am Flughafen Weeze sorgte das Wetter nach Angaben von Flughafen-Sprecher Holger Terhorst "nur für kleinere Verzögerungen".
Die Raststätte Remscheid Ost an der BAB 1 musste wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Dort war Regenwasser durchs Dach gedrungen und weichte die Deckenkonstruktion auf.
Die Aussichten bleiben schlecht
Auch die Autobahn 1 im Bereich Leverkusen wurde für rund eineinhalb Stunden wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Die Blockade wurde um Mitternacht wieder aufgehoben, wie die Landesleitstelle der Polizei mitteilte.
Tiefdruckgebiet "Wolfgang" lenkt weiterhin schwül-warme Luftmassen nach Deutschland. Mittwoch und Donnerstag drohen daher teils heftige Gewitter mit Hagel, starken Regenfällen und Sturmböen.
Vor allem im Westen und Norden Deutschlands gibt es Mittwoch teils kräftige Gewitter mit starkem Regen, Hagel und Sturmböen. Im Südosten wird es mit 28 bis 33 Grad hochsommerlich heiß. Im übrigen Bundesgebiet drohen sehr schwüle 24 bis 29 Grad.
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