Foto: dapd
Die Chronologie zu den Ermittlungen nach dem Mord an einer Polizistin in Heilbronn:
Januar 1998: Die Polizei im thüringischen Jena hebt eine Bombenwerkstatt aus. Drei Verdächtige sind auf der Flucht. Sie sind Mitglieder der rechtsextremen Vereinigung "Thüringer Heimatschutz".
Foto: dapd
2003: Die Ermittlungen werden eingestellt, die Verdächtigen nicht gefunden.
25. April 2007: Die 22-jährige Bereitschaftspolizistin Michéle K. wird auf einem Parkplatz in Heilbronn durch einen Kopfschuss getötet. Ihr zwei Jahre älterer Kollege wird lebensgefährlich verletzt. Dienstwaffen und Handschellen fehlen nach der Tat.
Foto: dapd
26. April 2007: Die Kriminalpolizei gründet die Sonderkommission "Parkplatz".
30. April 2007: Mehr als 1.000 Polizisten aus ganz Baden-Württemberg erweisen ihrer Kollegin die letzte Ehre.
31. Mai 2007: "Aktenzeichen XY ungelöst" sendet einen ersten Beitrag zum Heilbronner Polizistenmord.
Foto: dapd
16. Juni 2007: Die Soko gibt bekannt, dass am Opferfahrzeug eine möglicherweise tatrelevante DNA-Spur gesichert werden konnte.
Januar 2008: Die Sonderkommission führt DNA-Reihenuntersuchung in Baden-Württemberg durch. Eine am Dienstfahrzeug gesicherte weibliche DNA-Spur wird mit über 20 Straftaten in Deutschland - darunter drei Mordfälle - in Verbindung gebracht.
Foto: dapd
April 2008: Erste Vermutungen, dass die Wattestäbchen zur DNA-Untersuchung "fremdkontaminiert" wurden.
11. Februar 2009: Das Landeskriminalamt übernimmt die Sonderkommission "Parkplatz".
Foto: dapd
März 2009: Das Rätsel um das sogenannte Phantom von Heilbronn klärt sich auf. Die DNA wird einer Mitarbeiterin des Herstellers der verwendeten Wattestäbchen zugeordnet. Die DNA war inzwischen an 40 Tatorten in Deutschland, Frankreich und Österreich sichergestellt worden.
Foto: dapd
7. September 2011: Zwei Männer überfallen eine Sparkasse im thüringischen Arnstadt. Wie sich später herausstellt, sind es zwei der drei 1998 untergetauchten Personen.
Foto: dapd
4. November 2011: Die beiden Männer überfallen eine Sparkasse im thüringischen Eisenach. In einem ausgebrannten Wohnmobil werden später ihre Leichen gefunden. Sie haben sich offenbar selbst gerichtet. In dem Wohnmobil finden Ermittler unter anderem die Dienstwaffen der 2007 erschossenen Polizistin und ihres Kollegen. Sie stellen weitere Waffen sicher und stoßen auf das Geld aus den beiden Banküberfällen.
Foto: dapd
4. November 2001: Im sächsischen Zwickau explodiert ein Haus. Bewohner waren die beiden Bankräuber sowie die 36-jährige Beate Z. Die Frau ist auf der Flucht.
5. November 2011: Ermittler aus Baden-Württemberg werden hinzugezogen.
7. November 2011: Das Thüringer Innenministerium erklärt die Banküberfälle für aufgeklärt.
Foto: dapd
8. November 2011: Die im Zusammenhang mit der Hausexplosion in Zwickau gesuchte Beate Z. stellt sich in Jena der Polizei.
9. November 2001: Beate Z. wird in Zwickau dem Haftrichter vorgeführt. In dem Zwickauer Haus werden weitere Waffen gefunden und Spuren, die auf mehrere Banküberfälle hinweisen.